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Nachgefragt – Interview mit Dr. David Axelos

Fragen an Dr. David Axelos, Oberarzt der Medizinischen Klinik des Ortenau Klinikums Kehl, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie.

Dr. David Axelos, Oberarzt der Medizinischen linik des Ortenau Klinikums Kehl, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie © Ortenau Klinikum

Herr Dr. Axelos, wie kann man der Entstehung von Darmtumoren vorbeugen?

Die Ernährung übt sicher einen großen Einfluss aus. Wer sein Darmkrebsrisiko senken will, verzichtet am besten auf Alkohol und Tabak sowie allzu häufigen Verzehr von rotem Fleisch. Ideal ist eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung und viel Bewegung.

Wann sollten Patienten eine Darmspiegelung machen?

Eine Darmspiegelung dient der Vorsorge von Darmkrebs. Das Krebsrisiko steigt mit dem Alter an, Patienten sollten darum ab 50 Jahren jährlich beim Hausarzt prüfen lassen, ob sich Blut im Stuhl befindet. Ist dies der Fall, sollten sie zur Darmspiegelung gehen. Ab 55 Jahren wird generell auch bei fehlenden Hinweisen auf eine Darmerkrankung eine erstmalige Darmspiegelung zur Krebsvorsorge empfohlen, die dann in spätestens 10 Jahren wiederholt werden sollte. Bei einer familiären Vorbelastung für Darmkrebs sollte man bereits früher zur Darmkrebsvorsorge gehen.

Wenn Darmpolypen oder  -karzinome operativ entfernt wurden, ist der Patient dann wieder vollkommen gesund?

Es besteht eine – wenn auch geringe – Wahrscheinlichkeit für ein erneutes Tumorwachstum. Deshalb raten wir stets zu regelmäßigen Nachuntersuchungen.