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Medizin und Gesundheit | Artikel Aktueller Artikel

Serie: Orthopädie und Endoprothetik - Knieprothese

Am Ortenau Klinikum in Kehl ist die größte Fachklinik der Region für Orthopädie, Spezielle Orthopädische Chirurgie sowie Orthopädische Rheumatologie angesiedelt, die über ein zertifiziertes Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung verfügt. Dem exzellenten Ruf der Fachklinik folgen Patienten aus ganz Südbaden, Baden-Württemberg und darüber hinaus. Ärztlicher Leiter ist Dr. Bruno Schweigert.

Chefarzt Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Orthopädische Rheumatologie

Chefarzt Dr. Bruno Schweigert zeigt ein Modell der Prothese, die Tina Bürgs rechtes Knie wieder voll belastbar macht. © medizin-reporter.de, André Berger

Vorbesprechung: Ausführlich erklärt Dr. Schweigert die Eigenschaften der Prothese © medizin-reporter.de, André Berger

Die Operation: Das Team um Chefarzt Dr. Schweigert (r.) besteht aus erfahrenen Chirurgen. © medizin-reporter.de, André Berger

Nachkontrolle: Dr. Schweigert ist mit dem Ergebnis zufrieden. Seine Patientin ist schmerzfrei. © medizin-reporter.de, André Berger

Belastungstest: Mühelos hält Tina Bürg die Balance. © medizin-reporter.de, André Berger

Dank Knieprothese wieder langfristig agil:

„Ich habe schon zwei Fasente durchgetanzt“

Das Knie schmerzt, fühlt sich immer öfter steif an, ist angeschwollen – wer unter Arthrose am entsprechenden Gelenk leidet, kennt die Symptome und die Einbußen in der Lebensqualität, die die Erkrankung nach sich zieht. Dass das nicht sein muss, beweist die Geschichte von Tina Bürg. In mehreren Zeitschriften berichtet sie von ihrer Behandlung durch Dr. Bruno Schweigert, Chefarzt des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung am Ortenau Klinikum Kehl, die ihr nach fünfzehn Jahren Leidensgeschichte zur vollständigen Genesung verholfen hat.

Die Arthrose im rechten Knie plagte Frau Bürg schon früh: „Sie war erst 44, als sie unsere Orthopädische Klinik zum ersten Mal aufsuchte“, erinnert sich Dr. Schweigert. Das war im September 2007. Seitdem hat sich vieles verändert – nicht nur für Frau Bürg, sondern auch für das behandelnde Team. „Im Rahmen des vom Kreistag Mitte 2017 beschlossenen Modell Landrat sind wir im Dezember 2018 nach Kehl umgezogen“, berichtet der Mediziner. „Dank der sehr guten Planung und Umsetzung konnten wir aber schon im Januar dieses Jahres wieder vollumfänglich mit der Patientenversorgung beginnen.“

Ob ein Gelenkersatz notwendig ist, wird sorgfältig abgewogen

Als Frau Bürg sich erstmals in Behandlung begab, befand sich das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung noch am Standort Gengenbach. „Damals war ihre Arthrose noch nicht so weit fortgeschritten, dass ein kompletter Austausch des Kniegelenks notwendig gewesen wäre“, begründet der Chefarzt seinen ersten Rat gegen eine Prothese, die nur begrenzt haltbar ist und somit irgendwann wieder ausgetauscht werden muss. Die Beschwerden waren ursprünglich vermutlich durch eine Meniskus-Verletzung ausgelöst und durch eine O-Bein-Haltung begünstigt worden. „Daher wurde meine Beinhaltung vorerst operativ begradigt“, berichtet Frau Bürg. Der Eingriff fand 2007 statt und bescherte ihr sieben beschwerdefreie Jahre. „Dass der Erfolg nicht ewig halten würde, war von vornherein klar“, blickt sie zurück. Als der Schmerz wiederkehrte, versuchte sie zuerst mit Cortisonspritzen dagegen vorzugehen. „Das war auf die Dauer leider immer weniger wirkungsvoll.“
Schon bald beeinflussten die Kniebeschwerden von Frau Bürg ihren Alltag erneut immens. Die Arthrose war so weit fortgeschritten, dass inzwischen nur noch eine Knieprothese Abhilfe schaffen konnte. Im November 2016 überwand sie sich und trat die Operation an. „Frau Bürg hatte mir zuvor berichtet, dass sie allergisch auf Modeschmuck reagiert. Wir haben daher eine Prothese verwendet, die siebenfach mit Keramik beschichtet ist“, so Dr. Schweigert. Durch die neuartige Prothese, bei der es zu keinem Metallabrieb kommt, konnte jegliches Risiko vermieden werden. Auch sonst spürt Tina Bürg ihr neues Kniegelenk heute überhaupt nicht: „Komplikationen gab es bisher keine“ berichtet sie freudig: „Inzwischen sind zwei Fasente vergangen und ich konnte jedes Mal unbeschwert die Veranstaltungen durchtanzen! Ich freue mich, wieder uneingeschränkt mit meinen Hunden laufen zu können, Rad zu fahren und nach längerem Sitzen ohne Schmerzen aufzustehen – das war nicht immer möglich.“

Motivierte Patienten fördern den Heilungsprozess

Pro Jahr werden im Ortenau Klinikum 900 Knie- und Hüftgelenke durch Prothesen ersetzt – nun nicht mehr am Standort Gengenbach, sondern in Kehl. Dort wurden aufgrund des Umzugs Patientenzimmer saniert und ein neuer Computertomograph installiert. Schnell war die ursprüngliche Ausstattung aus Gengenbach wieder einsatzbereit: „Am 2. Januar fand der erste orthopädische Eingriff am neuen Standort statt“, wie Dr. Schweigert berichtet. Die bisherige Bilanz der Klinik ist geprägt von einer großen Mehrheit zufriedener Patienten. „Für das Gelingen einer Operation kommt es aber nicht nur auf unsere Kompetenz, Erfahrung und Gerätschaften an“, betont der Mediziner. „Besonders in der Zeit nach der Operation liegt es vor allem bei den Patienten selbst. Sie sollten motiviert sein und den Heilungsprozess mit fördern – genau wie Frau Bürg.“

Die Musterpatientin kam damals nach einem zwölftägigen Klinikaufenthalt in die Reha. „Dort habe ich schon nach dem vierten Tag Bewegungsübungen im Wasser gemacht“, berichtet sie und empfiehlt: „Damit die Therapie so großartig verlaufen kann ist es sehr wichtig, sich ganz genau an die Anweisungen des Arztes und der späteren Therapeuten in der Rehaklinik zu halten“. Laut Prognose wird ihre Prothese mindestens 20 Jahre halten. Ihre frühere Überlegung, die Schmerzen zu ertragen, kann sie heute nicht mehr nachvollziehen: „Es verlangt Mut, sich einer solchen Operation zu stellen, aber das ist es auf jeden Fall Wert. Ohne Schmerzen ist die Lebensqualität wiederhergestellt!“

Ihre Fachklinik vor Ort

Ortenau Klinikum Kehl

Orthopädie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Orthopädische Rheumatologie

Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung

Dr. Bruno Schweigert
Kanzmattstraße 2
77694 Kehl
Tel. 07851 873-3001
E-Mail: orthopaedie.og@ortenau-klinikum.de 

 

Hinweis:

Die hier publizierten Beiträge sind redaktionell und die darin enthaltenen Angaben zu Daten, Fakten, Kontakten o.ä. werden nicht aktualisiert. Zur näheren Information besuchen Sie bitte die jeweiligen Fachkliniken auf der Website des Ortenau Klinikums.

Patientenzeitschrift Heft 17

Die Ortenau Gesundheitswelt informiert Patienten und Besucher des Ortenau Klinikums halbjährlich über wichtige Gesundheitsthemen wie Prävention, Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten.


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