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Medizin und Gesundheit | Artikel Aktueller Artikel

„Offene Ohren, aufrichtige Worte und echtes Mitgefühl“

Ein Krankenhausaufenthalt kann für Patienten auf mehrere Arten schwer sein. Auf der einen Seite ist da das körperliche Leiden, das der Grund für den Aufenthalt ist. Herausgerissen aus dem gewohnten Umfeld und vor dem Hintergrund der Erkrankung kann aber auch die seelische Verfassung beeinträchtigt werden. In dieser Situation ist die Seelsorge ein wertvoller Beistand. Sie unterstützt die Patienten unter anderem mit Gesprächen, Gottesdiensten oder stärkenden Ritualen.

Das Seelsorgeteam (v.l.): Gisela Ehrhardt, Stefanie Busch, Andreas Pfeffer, Claudia Huber, Mertina Herrmann

Zeit zu haben für die kranken Menschen und ihre Angehörigen – das sei ihm das Wichtigste, berichtet Andreas Pfeffer: „Damit Fragen, Nöte und Hoffnungen ausgesprochen oder auch still geteilt werden können.“ Dabei werde, anders als im Alltag, kein festes Ziel festgelegt. „Seelsorge will nichts bewerkstelligen, sondern eher Räume öffnen, in denen sich Heilsames ergeben kann“, erklärt der Pastoralreferent, Klinikseelsorger und Diplom-Theologe, der im Team der Ökumenischen Klinikseelsorge im Ortenau Klinikum Offenburg tätig ist. „Offene Ohren, aufrichtige Worte und echtes Mitgefühl sind wunderbar geeignet für Gottes Wirken.“

Seelsorgerische Betreuung ist nach wie vor gefragt  

Bereits seit zwanzig Jahren ist Pfeffer als Klinikseelsorger tätig – davon fünf Jahre in einer Psychiatrischen Klinik. „Herzstück meiner Arbeit sind die Krankenbesuche auf den Stationen“, betont er. Ein Seelsorgegespräch dauere meist ungefähr 30 Minuten. „Vielleicht sprechen wir ein Gebet, oder feiern ein stärkendes Ritual“, legt er beispielhafte Inhalte dar. Doch zu seinem Arbeitsalltag gehört noch mehr: „Gottesdienste müssen vorbereitet werden, es gibt kollegiale Besprechungen, interdisziplinäre Fachgruppen und Büroarbeit. Auch die Begleitung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen der Seelsorge ist ein wichtiger Teil des Arbeitsalltags.“

Pfeffer weiß, dass sich das Bild der Kirche innerhalb der Gesellschaft wandelt: „Für mich ist klar, dass Klinikseelsorge verstärkt ökumenisch und interreligiös ausgerichtet sein muss“, berichtet er. Dennoch habe sich das Bedürfnis kranker Menschen nach seelsorgerischer Begleitung nicht reduziert. Dass das Angebot nach wie vor so gut angenommen wird, freut Pfeffer besonders: „Ich möchte den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen Danke sagen für das Vertrauen, das sie uns Seelsorgenden schenken.“ 

 

[Ihre Seelsorge vor Ort]

Ökumenische Klinikseelsorge 
Betriebsstelle Offenburg Ebertplatz / Betriebsstelle Offenburg St. Josefsklinik
Ebertplatz 12
77654 Offenburg

Andreas Pfeffer (katholisch)
Tel. 0781 472-1500
E-Mail: andreas.pfeffer@ortenau-klinikum.de 

Claudia Huber (katholisch)
Tel. 0781 472-1501
E-Mail: claudia.huber@ortenau-klinikum.de 

Gisela Ehrhardt (katholisch)
Tel. 0781 472-1507
E-Mail: gisela.ehrhardt@ortenau-klinikum.de 

Martina Herrmann (evangelisch)
Tel. 0781 472-1503 
E-Mail: martina.herrmann@ortenau-klinikum.de 

Stefanie Busch (evangelisch)
Tel. 0781 472-1504
E-Mail: stefanie.busch@ortenau-klinikum.de  

Bitte beachten Sie:

Die hier publizierten Beiträge sind redaktionell und die darin enthaltenen Angaben zu Daten, Fakten, Kontakten o.ä. werden nicht aktualisiert. Zur näheren Information besuchen Sie bitte die jeweiligen Fachkliniken auf der Website des Ortenau Klinikums.