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Medizin und Gesundheit | Artikel Aktueller Artikel

Einen Ausweg aus der Sackgasse

Seit Wochen schon lässt der Schmerz nicht nach. Eine Verletzung als Ursache ist nicht erkennbar, dafür aber die handfesten Auswirkungen. Die letzte durchgeschlafene Nacht liegt weit zurück, an Sport ist nicht mehr zu denken und die geistige und körperliche Erschöpfung wirkt sich massiv auf den Arbeitsalltag aus.

© Syda Productions – Fotolia.com

Behandlung in der Klinik für Schmerztherapie am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim.

Dr. Ingo Schilk

Chronische Schmerzen beeinträchtigen die gesamte Bandbreite des Lebens: Arbeits- und privater Alltag stehen still, auch die Lebensfreude leidet erheblich. Wenn nicht einmal mehr Schmerzmittel helfen, schwindet die Hoffnung auf einen Ausweg aus der Sackgasse des Schmerzes und die Verzweiflung wächst. Doch genau solch einen potenziellen Ausweg bietet das Ortenau Klinikum in Ettenheim: Mit dem Schmerzzentrum Ortenau ergänzen Chefarzt Dr. Ingo Schilk und sein hochspezialisiertes Team die Kompetenz anderer Fachrichtungen um einen weiteren Ansatz – den Kampf gegen den Schmerz.

Chronische Schmerzen als nationales Interesse

„Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn sie länger als drei Monate andauern“, erklärt Dr. Ingo Schilk, „denn drei Monate beträgt üblicherweise die Zeit, die der Körper benötigt, um sich von Verletzungen wie Knochenbrüchen, Bänderrissen oder anderen Gewebeschäden zu erholen.“ Schmerzen, die die Folge von solchen Schädigungen sind, bezeichnet man als akut. Wenn der Schmerz jedoch andauert, obwohl die Ursache längst abgeklungen sein müsste, wird er als chronisch eingestuft.

An diesem Punkt setzen die Spezialisten des Schmerzzentrums Ortenau an und kümmern sich um ein Phänomen, dessen Ausmaße einen großen Teil der Gesellschaft betreffen: 23 Millionen Menschen in Deutschland berichten laut Zahlen der Deutschen Schmerzgesellschaft über chronische Beschwerden. Verbunden mit den immensen dadurch ausgelösten volkswirtschaftlichen Kosten geben diese Zahlen der Fachgesellschaft Recht, wenn sie beim Kampf gegen den Schmerz von einem nationalen Interesse spricht.

Baden-Württemberg als Vorreiter im Kampf gegen den Schmerz

Angesichts dieser Perspektive geht das Land Baden-Württemberg mit positivem Beispiel voran: Es ist das einzige Bundesland mit einer Schmerzkonzeption, die diesbezüglich die Qualität in der Versorgung sichern soll. Im Zuge dessen werden Krankenhäuser als regionale und überregionale Schmerzzentren zertifiziert: In regionalen Schmerzzentren werden Patienten von Spezialisten des Krankenhauses sowie ergänzend von externen Kooperationspartnern behandelt. Überregionale Schmerzzentren zeichnen sich zudem durch ihre Forschungsarbeit aus und sind an der Entwicklung von Leitlinien beteiligt, die wiederum maßgebend für die regionalen Zentren sind. Die Klinik für Schmerztherapie in Lahr-Ettenheim ist innerhalb der Schmerzkonzeption Baden-Württemberg als regionales Schmerzzentrum ausgewiesen.

Für diese Zertifizierung gilt es, komplexe Anforderungen zu erfüllen: Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Klinikeinrichtungen sowie externen Partnern ist ebenso bindende Voraussetzung wie die Erfüllung weiterer struktureller, organisatorischer und fachlicher Kriterien auf höchstem Niveau. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen innerhalb der Klinik gewährleisten diese Standards und sollen langfristig für eine strukturelle Verbesserung der Schmerzversorgung in Baden-Württemberg sorgen. Für die Schmerzpatienten in der Ortenau und in ganz Südbaden bedeutet das den Zugang zu modernster Medizin und neuester Forschung – und das unmittelbar vor der Haustür.

Breites Therapiespektrum, interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die medizinischen Möglichkeiten des Schmerzzentrums decken ein breites Spektrum ab. „Im stationären Rahmen haben wir die Möglichkeit, nahezu alle konservativen Maßnahmen sowie bei Bedarf spezielle operative Maßnahmen durchzuführen“, führt Dr. Schilk aus. Über die konkrete Wahl der Therapiemethode entscheidet ein erfahrenes Team aus Spezialisten aller schmerzmedizinisch relevanten Fachgebiete gemeinsam mit dem Patienten, sodass den Betroffenen die bestmögliche Therapie zuteil werden kann. Auf diese Weise kann jährlich bereits 900 Betroffenen in der Schmerzambulanz und 250 weiteren Patienten im stationären Bereich geholfen werden. Im nationalen Interesse, aber vor allem im Interesse der Patienten.

Ihre Fachklinik vor Ort 

Klinik für Schmerztherapie, Schmerzambulanz, Regionales Schmerzzentrum Ortenau
(Schmerzkonzeption Baden-Württemberg)

Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim
Betriebsstelle Ettenheim
Dr. Ingo Schilk
Robert-Koch-Straße 15
77955 Ettenheim
Telefon: 07822 430-225
E-Mail: info@schmerzzentrum-ortenau.de 

 

Hinweis:

Die hier publizierten Beiträge sind redaktionell und die darin enthaltenen Angaben zu Daten, Fakten, Kontakten o.ä. werden nicht aktualisiert. Zur näheren Information besuchen Sie bitte die jeweiligen Fachkliniken auf der Website des Ortenau Klinikums.

Patientenzeitschrift Heft 17

Die Ortenau Gesundheitswelt informiert Patienten und Besucher des Ortenau Klinikums halbjährlich über wichtige Gesundheitsthemen wie Prävention, Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten.


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