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Medizin und Gesundheit | Artikel Aktueller Artikel

"Die Unfallklinik Offenburg ist überregionales Traumazentrum und zählt zu den großen handchirurgischen Kliniken in Deutschland“

Die Unfallklinik am Ortenau Klinikum in Offenburg hat in den vergangenen drei Jahren sowohl ihr operatives Spektrum als auch die Kapazitäten im Bereich Notfallversorgung stark ausgebaut. Sie erfüllt nicht nur die Kriterien eines überregionalen Traumazentrums und einer SAV-Klinik der Berufsgenossenschaften (höchste Zulassungsstufe für Schwerstverletzte der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, DGUV), sondern hat die höchsten Anforderungen der Vereinigung der Europäischen Handchirurgie-Fachgesellschaften (FESSH) im Bereich Handchirurgie sogar übertroffen. Was hierzu notwendig ist, erklärt Chefarzt Dr. Eike Mrosek.

Die Unfallklinik Offenburg ist ein überregionales Traumazentrum © alfa27 – Fotolia.com

Dr. Eike Mrosek

„Durch die Aufwertung der Unfallchirurgie in Offenburg können wir jetzt auch Schwerstverletzte nach Arbeitsunfällen vor Ort im Ortenaukreis auf höchstem Niveau versorgen“, freut sich Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller. „Das Ziel, Spitzenmedizin möglichst wohnortnah anbieten zu können, haben wir damit in diesem Fachbereich erreicht.“ In Folge des Zertifizierungsverfahrens zum „Überregionalen Traumazentrum“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie erhielt die Fachklinik außerdem die Berechtigung, für die Berufsgenossenschaften Verletzungen jeden Schweregrades operativ zu behandeln. Mit der gesonderten Zertifizierung, dem sogenannten Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV), verfolgen die Berufsgenossenschaften ihre eigene strenge Qualitätssicherung, indem sie die schweren Verletzungen nach Arbeitsunfällen nur von hoch spezialisierten Kliniken versorgen lassen. Mit dem erfolgreichen Abschluss beider Verfahren zählt die von Chefarzt Dr. Eike Mrosek geleitete Klinik zu den nur zehn unfallchirurgischen Maximalversorgern in Baden-Württemberg.

Umfangreiche Sprechstundenambulanz mit zahlreichen Spezialsprechstunden

Chefarzt Dr. Mrosek freut sich über die Anerkennung der Fachgesellschaft und der Berufsgenossenschaften: „Wir können damit das gesamte Spektrum einer modernen Unfall- und Handchirurgie einschließlich der Neurotraumatologie anbieten“, betont er. Zu dem umfangreichen Leistungsspektrum der Klinik zählen unter anderem die Frakturversorgung des gesamten Skeletts incl. der Frakturendoprothetik (Gelenkersatz bei nicht mehr rekonstruierbaren Gelenkbrüchen), auch bei komplizierten Brüchen einschließlich komplexer Wirbelsäulen- und Beckenverletzungen, die interdisziplinäre Behandlung schwerstverletzter Patienten, mikrochirurgische Handrekonstruktionen einschließlich Replantationen, die Behandlung schwerer Weichteilverletzungen sowie minimalinvasive und arthroskopische Gelenkeingriffe. Zudem werden auch komplexe Problemfälle z. B. bei infizierten Implantaten oder nicht heilenden Knochenbrüchen mit modernsten Verfahren behandelt.

Im ambulanten Bereich betreibt die Klinik neben einer Zentralen Notaufnahme (ZNA) mit rund 20.000 unfallchirurgischen Patienten pro Jahr eine umfangreiche Sprechstundenambulanz mit zahlreichen Spezialsprechstunden, insbesondere für die Berufsgenossenschaften. Die ZNA verfügt über zwei unfallchirurgisch geleitete Schockraumplätze sowie über einen hochmodernen Hubschrauber-Dachlandeplatz mit 24 h-Bereitschaft.

Hohe fachliche Kompetenz und Spezialisierung

Einen besonderen Schwerpunkt erfüllt die Unfallchirurgie in Offenburg traditionell im Bereich der Handchirurgie. In diesem Spezialgebiet ist die Klinik kürzlich für ihre Kompetenz und Qualität erneut als Europäisches Hand-Trauma-Center ausgezeichnet worden. Die Zertifizierung wurde durch den Dachverband der europäischen handchirurgischen Gesellschaften, die „Federation of European societies for surgery of the hand“ (FESSH), vorgenommen.

„Die Zertifizierung bestätigt erneut, dass wir in Offenburg zu den großen Handchirurgien in Deutschland zählen“, so Dr. Mrosek. Der leitende Handchirurg der Klinik, Dr. Wolf Rüdiger Warncke, ergänzt: „Weil die Hand anatomisch sehr komplex und ein so immens wichtiger Teil unseres Bewegungsapparates ist, ist für die Behandlung schwerwiegender Handverletzungen eine hohe fachliche Kompetenz und Spezialisierung erforderlich.“ Die Anerkennung durch den FESSH sei die höchste Zertifizierung in diesem Bereich.

Zentren, die sich nach den Richtlinien der FESSH zertifizieren lassen wollen, müssen unter anderem eine qualifizierte Rund-um-die-Uhr-Versorgung für Akutverletzungen der Hand bieten und eine hohe Anzahl handchirurgischer Eingriffe einschließlich mikrochirurgischer Versorgungen nachweisen. Außerdem müssen sie mindestens drei ausgebildete Handchirurgen in ihrem Team haben. Mit mehreren ausgebildeten Handchirurgen und einem über die Bereitschaft hinausgehenden 24-Stunden Replantationsdienst zur schnellen Versorgung von Amputationsverletzungen liegt die Offenburger Handchirurgie über den geforderten Leistungen.

Neben dem Überregionalen Traumazentrum in Offenburg verfügt der Klinikverbund am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim über ein leistungsfähiges Regionales Traumazentrum sowie moderne unfallchirurgische Abteilungen an den Betriebsstellen Achern-Oberkirch, Kehl und Wolfach.

 

Ihre Fachklinik vor Ort

Überregionales Traumazentrum Offenburg Hand-Trauma-Zentrum (FESSH)
Standort Offenburg Ebertplatz
Dr. Eike Mrosek, Chefarzt
Dr. Stephan Berger-Kollin, Ltd. Oberarzt
Dr. Wolf Rüdiger Warncke, Ltd. Arzt Handchirurgie
Ebertplatz 12
77654 Offenburg
Tel. 0781 472-3301
E-Mail: unfallchirurgie.og@ortenau-klinikum.de 

Patientenzeitschrift Heft 16

Die Ortenau Gesundheitswelt informiert Patienten und Besucher des Ortenau Klinikums halbjährlich über wichtige Gesundheitsthemen wie Prävention, Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten.


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