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Medizin und Gesundheit | Artikel Aktueller Artikel

Erste Hilfe leisten kann Leben retten!

In Situationen wie einem schweren Unfall, können oftmals Minuten über das Leben der Opfer entscheiden. Umso wichtiger ist es wenn anwesende Personen schnelle Hilfe leisten können.

Jeder, der in Deutschland seinen Führerschein gemacht hat, hat ihn absolviert: Den Erste-Hilfe-Kurs. Trotzdem ist der genaue Vorgang für viele bereits nur noch schwammig in Erinnerung, außerdem ist die Vorstellung für viele ein Albtraum als Ersthelfer an einen Unfall zu kommen und nicht wirklich zu wissen, was man tun oder wo man beginnen soll. Unsere Tipps sollen können keinen Erste-Hilfe-Kurs oder praktische Übungsmaßnahmen ersetzen, sie geben Ihnen aber einen Überblick und frischen Ihre Kenntnisse nochmal auf.


  • Zu den ersten Maßnahmen gehört das Absichern der Unfallstelle und gegebenenfalls weitere Helfer (auch über die Notrufnummer 112) zu alarmieren. Anschließend falls notwendig direkt mit der Wiederbelebung (Reanimation) beginnen!
  • Atmet die Person nicht oder nicht normal und Sie können kein Lebenszeichen erkennen, beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
  • Legen Sie den Ballen einer Hand auf die Mitte der Brust der Person. Den anderen Handballen legen sie darüber und verschränken ihre Finger ineinander. Nur der Handballen sollte auf dem Brustkorb aufliegen.
  • Drücken Sie mit gestreckten Armen und geradem Rücken den Brustkorb 5-6cm ein. Nach jedem Druck entlasten Sie den Brustkorb vollständig. Etwa 2 Kompressionen pro Sekunde
  • Nach 30 Mal Drücken überstrecken Sie wieder den Kopf der Person für freie Atemwege
  • Wenn Sie es sich zutrauen, sollten Sie nun beatmen: Atmen Sie tief ein und blasen Sie dann in Mund oder Nase (bei Mund-zu-Mund Beatmung die Nase des Betroffenen mit Daumen und Zeigefinger verschließen, bei Mund zu Nase-Beatmung den Mund zuhalten)
  • Wenn die Beatmung effektiv ist sollte sich der Brustkorb des Betroffenen beim Entweichen der Luft senken
  • Auf 2 Beatmungen folgen unverzüglich im Wechsel wieder 30 mal Drücken des Brustkorbs – behalten Sie den 30:2- Rhythmus bei bis der Notarzt eintrifft
  • Reagiert eine Person nicht auf Ansprache und Reize, obwohl sie atmet, sollten Sie sie in die stabile Seitenlage bringen. Stabile Seitenlage bedeutet:
  • Den naheliegenden Arm der Person anwinkeln, Handinnenflächen nach oben zeigend, den anderen Arm vor der Brust kreuzen und die Handoberfläche an die Wange des Betroffenen legen
  • Greifen Sie den fernen Oberschenkel des Betroffenen, ziehen das Bein hoch und beugen es
  • Den Betroffenen anschließend zu sich ziehen und den Oberschenkel im rechten Winkel zur Hüfte legen
  • Zuletzt den Mund leicht öffnen und zum Boden ausrichten um Erstickung zu vermeiden und die Hand an der Wange so ausrichten, dass der Kopf überstreckt bleibt
  • Äußere Verletzungen wie Blutungen oder Knochenbrüche können nach diesen Maßnahmen (außer es liegt eine sehr starke Blutung vor) mit der Ausrüstung eines Verbandkastens versorgt werden. Dabei geht es erstmals nur um den Schutz vor Infektionen, Schmerzlinderung zu verschaffen und Blutungen zu stillen.

Bitte beachten Sie:

Die hier publizierten Beiträge sind redaktionell und die darin enthaltenen Angaben zu Daten, Fakten, Kontakten o.ä. werden nicht aktualisiert. Zur näheren Information besuchen Sie bitte die jeweiligen Fachkliniken auf der Website des Ortenau Klinikums.