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Das sagt die Fachgesellschaft: Interview mit Herrn Prof. Dr. Joachim Labenz, Vorsitzender des Berufsverbandes Gastroenterologie Deutschland e.V. (BVGD)

Engagement im Sinne der Ärzte, Wissenschaftler und Patienten

Fragen an Herrn Prof. Dr. Joachim Labenz, Vorsitzender des Berufsverbandes Gastroenterologie Deutschland e.V. (BVGD):

Herrn Prof. Dr. Joachim Labenz, Vorsitzender des Berufsverbandes Gastroenterologie Deutschland e.V. (BVGD)

Herr Professor Labenz, was sind die Aufgaben und Ziele des BVGD?

Wir engagieren uns für die Anliegen der in der Gastroenterologie tätigen Ärzte und Wissenschaftler. Besonders ihre berufs- und standespolitischen, aber auch wirtschaftlichen Belange stehen dabei im Fokus. Durch die Gründung des BVGD im Dezember 2000 wurde eine gemeinsame Vertretung der Gastroenterologie in Deutschland geschaffen. Für die Öffentlichkeit, aber auch für politische und staatliche Organisationen gibt es in diesem Bereich nun einen alleinigen und kompetenten Ansprechpartner. Wir stehen auch mit Nachbardisziplinen, beispielsweise auf dem Gebiet der Inneren Medizin, der Chirurgie, Radiologie und Dermatologie sowie anderen medizinischen Teilbereichen in Verbindung – ebenso mit der Industrie. Ein großes Anliegen ist uns die Weiterbildung unserer Mitglieder. Daher vergeben wir jährlich bis zu fünf Hospitationsstipendien und bieten neben unserem neu entwickelten Wiedereinstiegskurs Gastroenterologie und Hepatologie nach längerer beruflicher Auszeit unter anderem die Fortbildung zum „Hygienebeauftragten Arzt“ an.

Wie profitieren Patienten von der Tätigkeit des BVGD?


Patienten profitieren maßgeblich von einer gesunden und dynamischen Gesundheitslandschaft – wissenschaftlich, wie auch wirtschaftlich. Der BVGD setzt sich dafür ein, dass die Gastroenterologen in Deutschland ihre Arbeit auf uneingeschränkt hohem Niveau ausführen können. Auch der Einzug neuester Standards in die Versorgungslandschaft steht im Fokus. Außerdem besteht eine sehr enge und symbiotische Partnerschaft zum Gastro-Liga e.V., der sich speziell um die Anliegen der Patienten kümmert. In bundesweiten Aufklärungsaktionen wird beispielsweise jedes Jahr über gastroenterologische Themen und medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnisse laienverständlich informiert.

Welche Tipps geben Sie Patienten, die unter häufigem Sodbrennen leiden?

Zu den Ursachen von Sodbrennen zählen unter anderem fettreiche Mahlzeiten, kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee, Zitrusfrüchte, Alkohol und Nikotin. Patienten, die häufig mit der Problematik zu kämpfen haben, können durch eine entsprechend angepasste Lebensweise das Aufsteigen der Magensäure verhindern. Auch besonders große und späte Mahlzeiten sollten eingeschränkt werden. Bei akuten Beschwerden hilft oft ein Freispülen der Speiseröhre mit einem Glas Wasser oder Milch. Stellt man das Kopfende des Bettes nach oben, kann das die nächtlichen Beschwerden lindern. Bei Übergewicht bewirkt eine Gewichtsreduktion eine Verbesserung der Symptome. In aktuellen Studien wurde außerdem belegt, dass ein Zwerchfelltraining mit Übungen zur Bauchatmung als Maßnahme zur Verbesserung einer Refluxsymptomatik hilfreich sein kann. Sollte eine entsprechende Erkrankung diagnostiziert worden sein, kommt in Absprache mit dem Arzt eine medikamentöse Therapie zum Einsatz.

Kontakt

Berufsverband Gastroenterologie Deutschland e.V.

Tel: 030 / 31 98 31 5004
E-Mail: info@bvgd-online.de
www.bvgd-online.de

Patientenzeitschrift Heft 14

Die Ortenau Gesundheitswelt informiert Patienten und Besucher des Ortenau Klinikums halbjährlich über wichtige Gesundheitsthemen wie Prävention, Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten.


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