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Medizin und Gesundheit | Artikel Aktueller Artikel

Bequem, gepolstert und atmungsaktiv: Unsere Haut und was wir für sie tun können

Trockene Heizungsluft, Make-Up, UV-Strahlen – unsere Haut hat es im Alltag oft nicht leicht. Doch nicht nur äußere Faktoren können Auswirkungen haben, auch innere Einflüsse im Bereich von Darm, Leber oder Nieren beeinflussen das Hautbild. Wer sich um eine strahlende, gesunde Haut bemüht, sollte daher auch auf Aspekte achten, die von innen heraus wirken.

Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan. Bei einem erwachsenen Menschen bedeckt sie ungefähr eine Oberfläche von zwei Quadratmetern. Müsste man sie als Kleidungsstück beschreiben, wären Attribute wie „atmungsaktiv, isoliert, gepolstert und wasserabweisend“ zutreffend. Sie ist hauchdünn – ca. einen bis fünf Millimeter – und macht etwa ein Sechstel des Körpergewichts aus. Auf nur einem Quadratzentimeter Haut befinden sich 6 Millionen Zellen, 400 Zentimeter Nervenfasen und 200 Schmerzrezeptoren. Außerdem reguliert sie nicht nur die Körpertemperatur, sie erneuert sich zudem regelmäßig selbst und wehrt Bakterien ab.

Die Haut sorgt dafür, dass der Rest des Körpers vor vielen äußeren Einwirkungen geschützt bleibt. Diese Funktion kann jedoch durch zahlreiche äußere Faktoren gehemmt werden. Dazu gehören Reinigungsmittel, Staub oder nicht-atmungsaktive Stoffe. In der Konsequenz können Problemerscheinungen wie trockene, raue oder rissige Haut auftreten. Um das multifunktionale Organ zu unterstützen, können Sie auf folgende Aspekte achten:

Ernährung

Zur Erhaltung der Elastizität von Bindegewebe und Sehnen benötigt die Haut das Strukturprotein Kollagen. Dieses kann vom Körper durch eine Kombination aus Vitamin C und Aminosäuren gebildet werden. Essen Sie hierfür beispielsweise Tomaten, Kohlgemüse, Paprika, Hüttenkäse, helles Geflügelfleisch und Obst. Damit das Kollagen Ihre Haut erreicht, können Sie Ihre Durchblutung durch Bewegung anregen. So erhält Ihre Haut alle Nährstoffe, die sie zur Regeneration benötigt. Besonders wichtig sind außerdem fettlösliche Vitamine und Fettsäuren, wie beispielsweise Beta-Carotin, Vitamin A und Omega-3-Fettsäuren. Um ausreichend Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe zu sich zu nehmen, können Sie folgende Daumenregel verinnerlichen: Essen Sie möglichst bunt. Besonders zu empfehlen sind Salat, dunkle Beeren und biologische Tomaten.

Zu einer schnellen Regeneration benötigt die Haut außerdem genug Wasser – nur so können neue Zellen ausgebildet werden. Pro Kilogramm Körpergewicht sollten Sie täglich 30ml Wasser zu sich nehmen.

Sonnenschutz

Besonders bei Menschen mit heller Haut kann die Sonneneinstrahlung zu Schädigungen führen. Nutzen Sie auch im Frühling eine Tagescreme, die nicht nur Feuchtigkeit spendet, sondern auch vor ultravioletter Strahlung schützt. Nach den dunklen Wintermonaten ist die Haut in unserem Gesicht besonders lichtempfindlich. Im Sommerurlaub sollten Sie Ihren UV-Schutz noch intensivieren. Denn wenn Sie sich beispielsweise am Meer oder an einem See befinden, streut die Wasseroberfläche die UV-Strahlung und verstärkt sie. Gönnen Sie Ihrer Haut außerdem von Zeit zu Zeit eine Pause im Schatten. Sonnen in der Mittagszeit sowie Sonnenbäder über 30 Minuten sind generell nicht zu empfehlen.

Verhalten im Alltag

Rauchen hat viele negative Auswirkungen auf unseren Körper. Auch für unsere Haut ist die Sucht schädlich. Nikotin sorgt dafür, dass das Gewebe schlechter durchblutet und mit Nährstoffen versorgt wird. Außerdem bewirkt das im Rauch enthaltene Kohlenmonoxid, dass die Haut fahl erscheint. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Rauchen und Alkohol, um Hautkrankheiten und Hautalterung nicht zu fördern. Sollten Sie dennoch Alkohol zu sich nehmen, trinken Sie zwischenzeitlich regelmäßig Wasser, um dem Flüssigkeitsentzug durch die alkoholischen Getränke entgegen zu wirken.

Reinigen Sie Ihre Haut mindestens einmal täglich. Entfernen Sie vor allem im Gesicht sämtliche Make-Up-Reste, Schmutz, Schweiß und Talg um ein Verstopfen der Poren zu verhindern. Je nach Hauttyp kann zusätzlich zur Reinigung mit Wasser eine spezielle Reinigungs- und Pflege-Routine notwendig sein.

Nehmen Sie außerdem eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge in Anspruch. Ab dem 35. Lebensjahr wird diese von den Krankenkassen übernommen.