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Medizin und Gesundheit | Archiv Archivierte Mitteilung

Vegetarische Kost

Im Zuge von jedem neuen Lebensmittelskandals steigt die Anzahl der Menschen, welche sich bewusst für eine rein vegetarische Ernährung entscheiden. In Deutschland verzichten rund 8,5 Prozent der Bevölkerung auf Fleisch – Tendenz steigend. Zwischen den vegetarischen Ernährungsformen gibt es jedoch Unterschiede. 

Ovo-Lakto-Vegetarier: Anhänger dieser Gruppierung verzichten zwar auf Fleisch, nicht aber auf tierische Produkte wie Eier oder Milch. Dieser Gruppe lassen sich die meisten Vegetarier zuordnen. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegen die Vorteile, welche mit dieser Verkostungsform einhergehen: Neben der optimalen Versorgung mit allen für den Menschen nötigen Nähr- und Mineralstoffe wird die Zufuhr ‚minderwertiger Stoffe’, wie gesättigter Fettsäuren und Cholesterin, gering gehalten. Dies wirkt unter anderem Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und sogar Krebs langfristig entgegen. Nach neuesten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen ist diese Form der vegetarischen Kost für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen uneingeschränkt empfehlenswert. 

Veganer: Anhänger dieser Form des Vegetarismus verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf alle anderen tierischen Erzeugnisse. Da es bei zu einseitiger, rein pflanzlicher Ernährung bei manchen Personen zu einer Unterversorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen kommen kann, ist die Absprache mit einem Ernährungsberater zu empfehlen. Dies gilt besonders für Schwangerer und Kinder sowie Personen mit einem erhöhten Jod- und Eisenbedarf.

Frutarier: Diese Art der Nahrungsauswahl stellt die wohl extremste Form vegetarischer Ernährungsweise dar. Frutarier verzichten nicht nur auf tierische Produkte aller Art, sondern ebenso auf Gemüse aus Blättern, Wurzeln und Stielen – also alle Erzeugnissen, welche mit der ‚Zerstörung von Leben’ einhergehen. Wie aus dem Namen ersichtlich wird, stellen Früchte die einzige Nahrungsquelle dieser Verkostungsform dar. Problematisch ist dabei besonders die drohende Unterversorgung mit Protein, weshalb vor der Umstellung auf frutare Ernährung unter allen Umständen ein Ernährungsberater hinzugezogen werden sollte.

In der Diskussion über die Vorzüge vegetarische Ernährung ist jedoch nicht nur der positive gesundheitliche Nutzen erwähnenswert, vielmehr schafft der Verzicht auf Fleisch auch ökologische Vorteile, denn die Aufzucht und Mast von Fleischtieren geht mit einem enormen CO2-Ausstoß einher und schadet somit auch der Umwelt.