Kontrast:
Seitenzoom:
aA

Medizin und Gesundheit | Archiv Archivierte Mitteilung

Stevia – der gesunde Zuckerersatz

Während sich das Süßkraut, welches traditionell überwiegend in Südamerika angebaut und genutzt wird, mittlerweile auch in großen Teilen Asiens und Nordamerikas großer Beliebtheit erfreut, blieben die europäischen Märkte diesem Produkt bislang verwehrt. Und das, obwohl die Pflanze auch in Europa schon seit einigen hundert Jahren bekannt ist. Hintergrund sind die meist aufwendigen Zulassungsverfahren der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), welche einer uneingeschränkten Zulassung bislang im Wege stand. Durch die neueste Bewertung zur Sicherheit von Steviolglycosiden der EFSA vom April 2010 ist Stevia nun jedoch unter bestimmten Voraussetzungen als ‚unbedenklich’ für den Verzehr eingestuft: Wer die „empfohlene Tagesdosis von 4 mg pro kg Körpergewicht“ nicht überschreitet, kann fortan getrost auf aus dieser Pflanze gewonnene Erzeugnissen zurückgreifen.

Dabei sind die Vorteile der auch als „Honigkraut“ bekannten Pflanze längst bekannt. Überzeugte Anhänger preisen die Pflanze als natürlichen Süßstoff an: Stevia hat keine Kalorien ist dabei aber ca. 300 mal süßer als Zucker. Die pflanzeneigenen Inhaltsstoffe verhindern zudem das Entstehen von Zahnbelag und senken bei regelmäßiger Aufnahme nachweislich den Blutzuckerspiegel, womit Stevia den optimalen Zuckerersatzstoff für Übergewichtige und Diabetiker darstellt. In Paraguay, Brasilien und Mexiko haben die Blätter seit geraumer Zeit den industriell gewonnen Zucker als Süßungsmittel ersetzt.

Bislang ist Stevia in Europa (mit Ausnahme von Frankreich) in Form von Pulver, Tabletten oder Blättern lediglich über das Internet zu beziehen gewesen, deklariert als Badezusatz, Tiernahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsstoff. In den USA hingegen sind die ersten Limonaden auf Stevia-Basis bereits seit einiger Zeit im Handel erhältlich.