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Medizin und Gesundheit | Archiv Archivierte Mitteilung

Im Interview: Günter Feick, Vorsitzender des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS)

Fragen an Günter Feick, Vorsitzender des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS)

Günter Feick, Vorsitzender des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS)

Herr Feick, worin besteht die Arbeit des BPS? Was sind die Aufgaben und Ziele des BPS?
Jedes Jahr erkranken rund 68.000 Männer an Prostatakrebs, an deren Folgen in etwa 12.000 Männer jährlich sterben. Die Erkrankung ist immer wieder eine Herausforderung, der wir mit positiver Kraft begegnen. Der BPS vermittelt in dieser Grenzsituation Mut und Stärke. Wir sprechen offen über alle krankheitsbedingten und psychosozialen Probleme und dies ohne Tabuisierungen. Unser Leitgedanke „Informieren, Helfen, Einfluss nehmen“ steht für unsere tägliche Arbeit mit Betroffenen und ihren Angehörigen. Wir informieren in der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit und Problematik der Früherkennung und sind auch im gesundheitspolitischen Bereich aktiv. insbesondere im Gemeinsamen Bundesausschuss, in dem Krankenkassen und Ärzte über die Gesundheitsversorgung in Deutschland verhandeln.

Wie kann der Bundesverband Betroffenen weiterhelfen?
Ganz klar, natürlich mit Hilfe der soeben genannten BPS-Tätigkeiten und unseren ehrenamtlich engagierten Selbsthilfegruppen. Dort können die Betroffenen ihre Erfahrungen austauschen. Sie erhalten Informationen und Unterstützung, hören Vorträge, nehmen an Sportangeboten teil und unternehmen etwas gemeinsam. Diese Förderung hilft auch in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Seit 2008 bieten wir zudem die kostenlose, telefonische Beratung für Patienten an. Die Berater der ehrenamtlichen Prostatakrebs-Beratungshotline sind selbst Betroffene. Sie haben ihren Prostatakrebs überwunden oder gelernt, mit ihm zu leben. Die wissenschaftliche Grundlage ihrer Beratungen ist die interdisziplinäre Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Urologie. In Ruhe das zu fragen, was beim Arzttermin aus Zeitgründen nicht möglich schien, Ängste und Sorgen auszusprechen, das bietet die BPS-Hotline Information-Suchenden an.

Inwiefern hilft Betroffenen die Teilnahme an Selbsthilfegruppentreffen Ihrer Meinung nach?
Ich bin überzeugt, dass der gemeinsame Austausch Mut macht, die Betroffenen informiert und sie während der schweren Zeit unterstützt und begleitet. Die Patienten und Angehörigen erhalten in der Gruppe kompetente Beratung zu Therapiemöglichkeiten und sprechen miteinander. Das Wir-Gefühl unterstützt die Männer im Kampf gegen den Prostatakrebs.


Kontakt

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.
Thomas-Mann-Straße 40
53111 Bonn
Tel. 0228 33889500
E-Mail info@prostatakrebs-bps.de
www.prostatakrebs-bps.de

Patientenzeitschrift Heft 16

Die Ortenau Gesundheitswelt informiert Patienten und Besucher des Ortenau Klinikums halbjährlich über wichtige Gesundheitsthemen wie Prävention, Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten.


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