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Dr. Rolf Ermerling

Ihre Fachklinik vor Ort

Abteilung für Anästhesiologie

Dr. Rolf Ermerling

Kanzmattstr. 2

77694 Kehl

Tel. 07851 873-186

E-Mail:

anaesthesie@kel.ortenau-klinikum.de

blut darin, das so zu den lebenswichtigen

Organen gepumpt wird. „Entscheidend ist,

wie viel Zeit bis zum Beginn von Reanima-

tionsmaßnahmen vergeht“, so der Chef-

arzt. Pro verstrichener Minute verringert

sich die Überlebenswahrscheinlichkeit um

ungefähr zehn Prozent. Findet innerhalb

von fünf Minuten kein Eingreifen statt, ist

es unwahrscheinlich, dass der Betroffene

überlebt.

Jeder kann Ersthelfer sein

Die drei wichtigen Schritte bei der Erstver-

sorgung sind Prüfen, Rufen und Drücken.

Zuerst sollte die Person angesprochen und

gegebenenfalls leicht an den Schultern

gerüttelt werden. Dabei ist stets auf die

Atmung zu achten. „Erfolgt keine Reakti-

on, muss sofort der Notruf 112 kontaktiert

werden“, betont Dr. Ermerling. Bis Hilfe

eintrifft, sollte eine Herzmassage durchge-

führt werden. Dabei drücken Ersthelfer 100

Mal pro Minute etwa fünf Zentimeter tief

mitten auf den Brustkorb.

Dass im Notfall niemand Berührungsängs-

te haben muss und jeder zum Lebensret-

ter werden kann, egal ob Arzt, Schüler

oder Angestellter, vermittelt der Chefarzt

auch bei Vorträgen im Rahmen der Schü-

ler-Gesundheitsakademie. Die wichtigste

Botschaft: Bei einem Herzstillstand zählt

buchstäblich jede Minute.

Medizin und Gesundheit

Welche Aufgaben und Ziele verfolgt die DGAI?

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt vor allem auf der Patientensicherheit. Eines der

zentralen Ziele ist, die sehr erfolgreichen Aktivitäten zur Verbesserung der Qualität

der Wiederbelebung nach Herz-Kreislaufstillstand zu intensivieren. Die Quote der

Laienreanimation ist in den letzten Jahren von unter 20 auf über 30 Prozent ange-

stiegen und zeigt bereits deutlich erste Erfolge unserer Aktivitäten. Nun wollen wir

die entsprechende Ausbildung mit dem Projekt „Kids save lives“ auch in die Schulen

tragen. Innerhalb von Krankenhäusern sieht die DGAI die Etablierung von Medizi-

nischen Einsatzteams zur Früherkennung und -behandlung bei kritischer Erkrankung

als erforderlich. Ein entsprechendes Konzept wurde kürzlich zusammen mit der

Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCh) vorangetrieben.

Wodurch zeichnet sich die Arbeit der DGAI aus?

Die DGAI ist mit derzeit über 15.000 ärztlichen Mitgliedern eine der größten wissen-

schaftlichen Fachgesellschaften in der Medizin in Deutschland. Sie ist Mitglied in der

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.,

der Europäischen Gesellschaft für Anästhesiologie und der Weltanästhesiegesell-

schaft. Neben den bereits genannten Projekten setzt sich die DGAI auch für die Wei-

terentwicklung der Anästhesiologie in Wissenschaft und Praxis sowie die Vertretung

der anästhesiologischen Interessen in Lehre und Forschung ein.

Das gesamte Interview lesen Sie auf

www.ortenau-gesundheitswelt.de

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V.

Prof. Dr. Bernhard Zwißler

Roritzerstraße 27

041 Nürnberg

Tel. 0 11 3 37 80

E-Mail:

dgai@dgai-ev.de

Prof. Dr. Bernhard Zwißler

Fragen an Prof. Dr. Bernhard Zwißler, Präsident

der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie

und Intensivmedizin (DGAI):

„Maßnahmen

zur Verbesserung der

Patientensicherheit

stehen stets im Fokus“

Gut zu wissen!

PULS:

Im Notfall rufen Sie 112 und beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung.

Suchen Sie nicht nach dem Puls – das kostet wertvolle Zeit.

SAUERSTOFF:

Wer Mund-zu-Mund-Beatmung nicht beherrscht, beschränkt sich

auf Herzdruckmassage. Es befindet sich noch Sauerstoff in der Lunge.

AUSREICHENDER DRUCK:

Auch bei einer korrekten Herzdruckmassage kann es

zu Rippenbrüchen kommen. Nehmen Sie diese in Kauf, um ein Leben zu retten.

DAUER:

Brechen Sie die Reanimation nicht ab, sobald Sanitäter in Sicht sind.

Machen Sie weiter, bis der Rettungsdienst die Maßnahme übernimmt.

ORTENAU

GESUNDHEITSWELT

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