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Erkrankungen und Behandlungen Handwurzelverletzungen

Erkrankungen und Behandlungen / Handwurzelverletzungen

Was sind Handwurzelverletzungen?

Die Handwurzelknochen sind durch mehrere Bänder miteinander verbunden. Verletzungen der Handwurzelbänder führen zu Instabilität und vorzeitigen Verschleiß des Handgelenks. Unbehandelt können sie nachfolgend zur Entwicklung einer Handgelenksarthrose führen. Die häufigste Läsion ist die Verletzung des Bandes zwischen Mond- und Kahnbein.

Ursache für Verletzungen an der Handwurzel

In aller Regel entstehen Verletzungen an den Handwurzelbändern durch äußere Gewalteinwirkung, wie beispielsweise einen Sturz auf die Hand. In sehr seltenen Fällen können entzündliche Erkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen die Ursache für Schädigungen an den Handwurzelbändern sein.

Wie erkenne ich Handwurzelverletzungen?

In der Regel hat der Patient mit einer frischen Bandverletzung Schmerzen im Handgelenk die bei Bewegung stärker werden. Oftmals entsteht an der betroffenen Stelle außerdem eine Schwellung mit Druckschmerz. Beim Arzt wird durch spezielle klinische Tests die Stabilität der Handwurzelbänder getestet. Auch Röntgenaufnahmen zusammen mit Belastungsaufnahmen werden für die Erfassung von Knochenfehlstellungen vorgenommen. Weitere Untersuchungsmöglichkeiten sind die Arthrographie, Röntgenuntersuchungen bei denen Kontrastmittel in das Gelenk gespritzt werden sowie eine Kernspintomographie (MRT).

Welche Behandlungsoptionen von Handwurzelverletzungen gibt es?

Für die Art der Behandlung ist es wichtig zu wissen, ob es sich um eine frische oder eine veraltete Verletzung handelt. Ebenso ob eine vollständige oder nur teilweise Zerreissung des Bandes besteht und es bereits Folgeschäden gibt. Dafür unterscheidet man frische und veraltete Verletzungen.

Abbildung Bandagierte Hand
Abbildung Arzt bandagiert die Hand einer Patientin

Frische Bandverletzungen

Frische Handwurzelbandverletzungen die innerhalb der ersten zwei Monate nach der Verletzung erkannt werden können, sind leichter zu behandeln und zu heilen. Bei Teilzerreissungen, die keine Fehlstellung der Handwurzel nach sich gezogen haben, erfolgt die Behandlung durch eine Gipsschiene, die 6 Wochen lang die einzelnen Handwurzelgelenke ruhig stellt und fixiert. Ist das Band jedoch vollständig gerissen, muss es direkt genäht werden oder bei einem Abriss vom Kochen wieder an diesem befestigt werden. Auch hierbei muss eine vorübergehende Fixierung der Handwurzelgelenke mit Metallstiften und einem Gipsverband erfolgen. 

Veraltete Bandverletzungen

Die Therapie von veralteten Bandverletzungen ist erheblich schwieriger, da eine vollständige Wiederherstellung des Bandes kaum mehr möglich ist. Die Behandlung ist daher abhängig vom Stadium der Verletzung. Liegt keine oder eine korrigierbare Fehlstellung vor, werden Korrekturoperationen in Betracht gezogen. Dadurch soll sowohl die Beweglichkeit der Handwurzelknochen zueinander als auch die damit verbundene Fehlbelastung der Gelenkflächen reduziert werden. Das kaputte Band wird durch Sehnenanteile oder Knochenhaut vom Beckenkamm ersetzt. Ergänzend wird zur Ruhigstellung im Gipsverband eine Fixierung der Handwurzelknochen durch Metallstifte bewirkt.