Ausbildung und Beruf Interview

Interview

"Der Arbeitsmarkt ist für Absolventen derzeit optimal"

Interview mit Andreas Heck, Schulleiter am Bildungszentrum für Gesundheits- und Pflegeberufe Offenburg-Gengenbach

Abbildung Andreas Heck

Andreas Heck

Name: Andreas Heck
Beruf: Schulleiter am Bildungszentrum für Gesundheits- und Pflegeberufe in Offenburg
Hobbys: Ehefrau und Kinder (3 und 5 Jahre), MS Excel, mit Freunden unterwegs sein, Hobbywerkstatt, Jugendleitung, Grillfeiern, Lesen und Studieren u.v.m.

Ortenau Gesundheitswelt: Herr Heck, welche Ausbildungsberufe und Fortbildungen bieten Sie am Bildungszentrum in Offenburg an?

Andreas Heck: Wir bilden zur Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflegehilfe und zur Operationstechnischen Assistenz aus. An Weiterbildungen bieten wir die Fachweiterbildungen Operationsdienst und Intensivpflege und Anästhesie an. In Kooperation mit anderen Bildungsanbietern zudem Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Hebammen, Anäthesieassistenz; parallel dazu ist ein Studium an der Katholischen Hochschule in Freiburg möglich.

OG: Welches Konzept, welche Leitlinien verfolgen Sie im Bildungszentrum?

Andreas Heck: In enger Zusammenarbeit mit unseren Lernenden gestalten wir Lernsituationen für eine qualitative und interessante Ausbildung. Sind unsere Auszubildenden erfolgreich, sind wir das auch – und das beschränkt sich nicht nur auf den beruflichen Lebensweg.

OG: Wie viele Auszubildende unterrichten Sie und Ihre Kollegen zur Zeit?

Andreas Heck: Derzeit unterrichten wir 150 Auszubildende.

OG: Das Ortenau Klinikum ist regional stark verwurzelt. Kommen Ihre Auszubildenden aus der Region?

Andreas Heck: Unsere Lernenden kommen hauptsächlich direkt aus Offenburg oder angrenzenden Städten und Gemeinden.

OG: Welche Schulausbildung sollten angehende Auszubildende mitbringen?

Andreas Heck: Statistisch reichen die Schulausbildungen, mit denen Schüler zu uns kommen, relativ gleich verteilt von der Hauptschule (GKH) bis zum Abitur.

OG: Als Bildungszentrumsleiter haben Sie einen vielfältigen Aufgabenbereich. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag am Bildungszentrum aus?

Andreas Heck: Meine ganzen Hobbys finden sich im Berufsbild der Schulleitung wieder. Vor allem habe ich viel mit Leuten zu tun, es gibt viel zu organisieren und am PC zu arbeiten. Ich gestalte Unterrichte und bauliche Maßnahmen am Schulhaus, Flyer, Website und Werbemaßnahmen sind anzustoßen, Vorstellungsgespräche zu führen, Strategien für die Schulentwicklung zu entwerfen und mit Schülern – auch am Kicker – Gespräche zu führen. Mitarbeiter sind zu begleiten und die Schule nach außen hin zu vertreten. Letztlich lässt sich meine Aufgabe so zusammenfassen, dass ich für Lerngelegenheiten zu sorgen habe und Menschen zum Erfolg führen kann.

OG: Das Bildungszentrum steht in enger Verbindung zum Ortenau Klinikum. Welche Vorteile ergeben sich aus dieser Zusammenarbeit mit Pflegekräften und Ärzten?

Andreas Heck: Das Gelernte aus dem Unterricht ist in der Praxis zu üben. Gerade hier ist enge Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitenden auf den Stationen gefragt. Insbesondere der Standort Offenburg-Gengenbach zeichnet sich durch eine gute gemeinsame Gestaltung des Theorie-Praxis-Transfers aus, da ich vor meiner Tätigkeit am Bildungszentrum bei der Pflegedirektion des Klinikums gearbeitet habe.

OG: Worin unterscheiden sich die Anforderungen an Auszubildende im Pflegebereich von denen anderer Ausbildungsberufe?

Andreas Heck: Unsere Auszubildenden arbeiten früh eigenverantwortlich und immer direkt am Kunden bzw. Patienten. Es gilt, die theoretischen Impulse in der Praxis wirklich umsetzen zu können. Neben diesem Fachverständnis ist eine hohe kommunikative Fähigkeit mit der entsprechenden Empathie gefragt, um den Beruf auszuüben.

OG: Welche wichtigen Eigenschaften sollte ein Pflegeschüler unbedingt mitbringen?

Andreas Heck: Empathie, persönliche Reife, Spaß am Arbeiten mit Menschen und in Teams, Neugierde, Dingen auf den Grund zu gehen und Zusammenhänge zu verstehen.

OG: Welche persönlichen und beruflichen Chancen sehen Sie für Auszubildende im Pflegebereich?

Andreas Heck: Der Arbeitsmarkt ist für Absolventen derzeit optimal und professionelle Pflegende werden fast an jedem Ort gesucht. Und auch mit unserem Angebot der beruflichen Weiterbildung im OP, der Intensivpflege/Anästhesie, dem Studium oder in den Bereichen der Stationsleitung und Praxisanleitung bestehen gute berufliche Perspektiven für die Pflegenden.

OG: Was wünschen Sie sich in Zukunft für die Pflegeausbildung?

Andreas Heck: Interessierte Schüler, mit denen der Unterricht Spaß macht.

OG: Sie arbeiten täglich mit jungen Menschen zusammen. Was macht Ihnen an der Arbeit mit den Auszubildenden besonders viel Spaß?

Andreas Heck: An Menschen, die gerade ihren Weg gehen und erfolgreich ihre Ausbildung absolvieren, habe ich Freude. Aber an den Menschen, die man bei persönlichen Entwicklungen begleiten oder auch nur beobachten kann, habe ich besonders viel Freude. In der Regel gehen die Menschen auch persönlich verändert aus unserer Bildungseinrichtung in ihren beruflichen Alltag.

OG: Was ist Ihnen beim Umgang mit den Pflegeschülerinnen und -schülern besonders wichtig?

Andreas Heck: Offenheit, Ehrlichkeit, den Mut, Fehler zugeben zu können und die Grundhaltung, dass jeder gleichwertig ist, auch wenn wir an unterschiedlichen beruflichen Stellen stehen.

OG: Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Schülerinnen und Schüler?

Andreas Heck: Eine betriebliche Praxis, in der sie das, was sie bei uns gelernt haben, umsetzen können und den beruflichen und privaten Erfolg, den jeder Einzelne für sich anstrebt. Zudem eine Menge gute Kontakte zu den ihnen anvertrauten Menschen.

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