Die Gesundheit des Auges im Blick

Die Gesundheit des Auges im Blick

Die Gesundheit des Auges im Blick

Grauer oder Grüner Star: Viele fürchten diese Diagnosen. Daran zu erkranken ist jedoch längst nicht mehr gleichbedeutend mit dem Verlust des Augenlichts.

Dank moderner Vorsorgeuntersuchungen und fortschrittlicher operativer Verfahren, wie sie die Augenklinik Offenburg St. Josefsklinik anbietet, sind die Heilungschancen bei diesen und vielen weiteren Augenleiden heute besser denn je.

Gefahr fürs Auge: Katarakt und Glaukom
 

Beim Grauen Star – wissenschaftlich „Katarakt“ genannt – handelt es sich um eine Trübung der Augenlinse, die zu einer fortschreitenden Schädigung des Sehvermögens führt. Bei Menschen, die an einem fortgeschrittenen Katarakt leiden, ist meist die Pupille grau gefärbt, woher die Bezeichnung Grauer Star rührt. Obwohl der Graue Star am häufigsten im hohen Alter auftritt, können auch jüngere Menschen daran erkranken. Auslöser können etwa Röteln oder Diabetes sein, aber auch Vererbung. Wesentlich größere Gefahren als der heute relativ gut behandelbare Graue Star birgt das „Glaukom“, der Grüne Star. Die Ursache dieser Erkrankung ist zumeist überhöhter Augeninnendruck, der den Sehnerv schädigt. „Die Erkrankung am Grünen Star ist besonders heimtückisch, da weder Schmerzen noch subjektive Sehminderungen den Patienten auf das Problem hinweisen“, erklärt Priv.-Doz. Prof. h.c. (Twer) Dr. Konrad Hille, Chefarzt der Augenklinik an der St. Josefsklinik. „Der von der Krankheit Betroffene bemerkt den schleichenden Verlust der Sehkraft erst, wenn das zentrale Sehvermögen ausfällt. Dann sind jedoch bereits so viele Nervenzellen irreparabel verloren, dass man mit einer Therapie zu spät kommt.“ 


Vorsorgeuntersuchungen

Das Glaukom wird oft erst bemerkt, wenn die Zerstörung des Sehnervs schon weit und unwiederbringlich fortgeschritten ist. „Nur eine Frühdiagnostik, am besten im Rahmen eines regelmäßigen Screenings ab dem 45. Lebensjahr, kann einen solchen, nicht rückgängig zu machenden Sehverlust verhindern. Nur so können dem Erkrankten die vielversprechenden medikamentösen und operativen Möglichkeiten zugutekommen, die in den letzten Jahren entwickelt wurden“, so Prof. Hille, der zugleich auf die zahlreichen diagnostischen Möglichkeiten hinweist, welche die Augenklinik bietet.


Moderne Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung des Grauen und Grünen Stars gehört in der Augenklinik Offenburg St. Josefsklinik zu den Leistungsschwerpunkten. Die operative Entfernung des Grauen Stars (Katarakt) kann sowohl ambulant als auch unter bestimmten Umständen stationär erfolgen: Dabei ersetzt der Chirurg die getrübte Linse durch eine Kunstlinse. Diese künstliche Linse wird in der Regel in die Aufhängung der eigenen Linse, den sogenannten Kapselsack, an die Stelle der natürlichen Linse hinter der Iris eingesetzt. Bei der Behandlung des Glaukoms wiederum setzen die Fachärzte sowohl auf konservative Ansätze – beispielsweise spezielle Augentropfen – als auch auf moderne Operationstechniken. Dabei wird entweder der natürliche Abfluss für das im Auge gebildete Wasser wieder hergestellt oder ein zusätzlicher Abfluss unter die Bindehaut geschaffen.


Lichtblick Keratoprothese

Eine innovative Implantationstechnik kann das Sehvermögen von Patienten mit schweren Hornhauterkrankungen wiederherstellen. Die Augenklinik am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach ist die einzige Einrichtung Deutschlands, die eine Zahn-Knochen Prothese implantiert. Priv.-Doz. Prof. h.c. (Twer) Dr. Konrad Hille, Chefarzt der Augenklinik am Ortenau Klinikum Offenburg St. Josefsklinik, gehört europaweit zu den wenigen Experten, die diese komplexe Operationsmethode beherrschen. 

Kerathoprothese

Nachgefragt: 
Herr Professor Hille, Sie gehören zu den führenden Experten auf dem Gebiet der Keratoprothese-Operationen. Was genau hat es damit auf sich?



Bei schweren Hornhauterkrankungen, die sich durch eine Transplantation nicht mehr behandeln lassen, kann die Keratoprothese die letzte, aber vielversprechendste Möglichkeit sein, Patienten das Augenlicht zu retten. Wir ersetzen dabei die geschädigte Hornhaut durch ein Implantat aus einem eigenen Zahn- und Knochenmaterial mit einer Linse aus Plexiglas.

Wie sind die Erfolgsaussichten dieser hochkomplizierten Methode und wie oft wenden Sie sie an?

Die Erfolge dieser Methode sind beeindruckend: Wenn die Nervenzellschicht des Auges und der Sehnerv intakt sind, kann der Patient nach der Operation in der Regel wieder mit einem guten Sehvermögen rechnen. Etwa fünf bis sechs Operationen dieser Art führe ich mit meinem Team jedes Jahr durch.

Kann man Augenerkrankungen denn generell vorbeugen? 

Außer dem Tragen von Sonnenbrillen bei starker Sonneneinstrahlung, einer vitaminreichen Ernährung und einem Leben als Nichtraucher gibt es keine pauschale Prophylaxe, da das Alter und die individuelle, genetische Veranlagung bei vielen Augenerkrankungen eine große Rolle spielen. Grundsätzlich empfehlen sich deshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt. 

 

Priv.-Doz. Prof. h.c. (Twer) 
Dr. Konrad Hille
Chefarzt 
Facharzt  für Augenheilkunde

 

Kontakt 
Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach

Augenklinik

 

 

Nominiert für den Klinik Award 2011
Ortenau Gesundheitswelt

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Alle in diesem Online-Magazin enthaltenen allgemeinen Empfehlungen ersetzen nicht den ärztlichen Rat bei individuellen Erkrankungen. Bitte suchen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden immer Ihren Hausarzt oder niedergelassenen Facharzt auf.

 

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