Flash ist Pflicht!

Vorstellung des Da Vinci Operationssystems


Flash ist Pflicht!

Prostatakrebs - Chirurgie der neuen Generation: Die daVinci® OP-Technik an der Urologischen Klinik des Ortenau Klinikums

Prostatakrebs – diese Diagnose trifft jedes Jahr mehr als 60.000 Männer in Deutschland. Nach Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums ist das Prostatakarzinom inzwischen die häufigste Tumorart bei Männern, noch vor Lungen- und Darmkrebs. Prostatakrebs verläuft im Frühstadium ohne erkennbare Symptome, betroffen sind meist Männer ab 45 Jahren. Wird der Krebs jedoch frühzeitig erkannt, bestehen gute Heilungschancen. An der Urologischen Fachklinik des Ortenau Klinikums setzen die Ärzte zur Behandlung des Prostatakarzinoms auf das daVinci-Operationsverfahren. Bei dieser hochmodernen OP-Technik bedient der Arzt über eine Roboterplattform miniaturisierte Instrumente und blickt dabei in eine hochauflösende 3D-Kamera.

Standard in den USA
In den USA ist das daVinci-Operationssystem längst OP-Alltag in vielen großen Kliniken; in Deutschland und Europa wird es dagegen noch recht selten genutzt. In Südbaden ist das Ortenau Klinikum die einzige Klinik, die diese moderne Technik zur operativen Behandlung ihrer Patienten einsetzt. Obwohl häufig als „Roboter“ bezeichnet, wird das daVinci-System ausschließlich vom operierenden Arzt gesteuert, der an der Roboterplattform sitzt und die vier Arme des Systems bedient. Ein Roboter-Arm hält eine Mini-3D-Kamera, drei Arme halten die Operationsinstrumente, die über minimale Schnitte in die Bauchdecke eingeführt werden.

Technologie zum Nutzen des Patienten
Der Computer überträgt die Hand- und Fingerbewegungen des Arztes präzise auf die Operationsinstrumente; ein OP-Team unterstützt ihn unmittelbar am OP-Tisch. Auch schwere Eingriffe erfolgen so mit höchster Präzision und größtmöglicher Schonung. Priv.-Doz. Dr. Jörg Simon, gemeinsam mit Dr. Reinhard Groh Chefarzt der Urologischen Klinik des Ortenau Klinikums Offenburg-Gengenbach, benennt die Vorteile dieser „minimalinvasiv“ genannten Chirurgie für den Patienten: „Dazu zählen beispielsweise geringere Schmerzen, geringerer Blutverlust, Potenzerhalt, falls dieser von den medizinischen Kriterien möglich ist, frühzeitige Kontinenz und schnellere Eingliederung in den Alltag.“ So erholen sich Patienten von einer Operation mit dem daVinci-System schneller wieder, und auch der Krankenhausaufenthalt kann im Vergleich zur offenen Operation meist um einige Tage verkürzt werden. Viele Patienten sind schon am Abend der OP erstmals wieder auf den Beinen.

Prostatakrebs: gute Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose
Das Ortenau Klinikum setzt das daVinci-System insbesondere bei der Behandlung von Prostatakarzinomen ein. Besonders im Frühstadium, wenn der Tumor auf die Prostata begrenzt ist, bestehen bei dieser Krebsart gute Heilungschancen. So können etwa durch einen operativen Eingriff Prostata und regionale Lymphknoten entfernt werden. Diese von Medizinern „radikale Prostatektomie“ genannte Methode ist jedoch nur eine der möglichen Therapie-Säulen, wie Dr. Reinhard Groh betont. Als ein Zentrum für Operationen an der Prostata genießen das Prostatakar-zinomzentrum und die Urologie am Ortenau Klinikum in Offenburg einen weit über die Landesgrenzen hinaus herausragenden Ruf. „Bei der Behandlung von Prostatakrebs gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden“, so Dr. Groh, „vom sogenannten kontrollierten Zuwarten bis hin zur Operation oder Strahlentherapie.“ Für die Wahl der richtigen Therapie spielt die Wachstumsgeschwindigkeit des Prostatakarzinoms ebenso eine Rolle wie beispielsweise das Alter, der gesundheitliche Zustand und der Wunsch des Patienten.

Nachgefragt
Fragen an Priv.-Doz. Dr. Jörg Simon und Dr. Reinhard Groh, Chefärzte der Urologischen Klinik des Ortenau Klinikums Offenburg-Gengenbach

Herr Dr. Simon, Sie arbeiten nun seit geraumer Zeit mit dem daVinci-System. Wie sind Ihre Erfahrungen?
Wir sind sehr zufrieden. Im Gegensatz zu herkömmlichen minimalinvasiven Operationsverfahren hat der Arzt mit dem daVinci-Roboter mehr Bewegungsmöglichkeiten der Instrumente und kann diese zudem präziser steuern. Wobei der daVinci streng genommen kein selbstständiger Roboter ist. Das System überträgt die Bewegungen des Chirurgen, der an der Bedienkonsole sitzt, auf die Operationsinstrumente. Dabei rechnet der Computer auch verhältnismäßig große Handbewegungen in winzige Positionsänderungen der chirurgischen Instrumente um. Das ermöglicht eine außergewöhnliche Präzision. Gleichzeitig hat der operierende Arzt über die Kamera ein vollständiges, dreidimensionales Bild vom Geschehen – wie bei einer herkömmlichen offenen Operation.

Eine OP mit dem daVinci-System ist allerdings schonender?
Richtig. Wir operieren minimalinvasiv, also mit winzigen Schnitten, und erreichen dadurch eine deutliche Verringerung des operativen Traumas. Dadurch sind die Patienten in aller Regel schneller erholt und haben weniger Schmerzen. Weiterhin kann durch die vergrößerte Darstellung von anatomischen Strukturen durch die 3D-Kamera eine weitestgehende Schonung derselben erfolgen, was vor allem für die Bewahrung von Kontinenz und Potenz entscheidend ist.

Herr Dr. Groh, Prostatakrebs, für jeden Mann ist das erst einmal eine beängstigende Diagnose. Welche Therapiemöglichkeiten gibt es außer einer OP, und wie sind die Heilungschancen?
Beim rechtzeitig entdeckten Prostatakrebs liegen die Heilungsraten zwischen 80-90 Prozent. Betroffene sollten wissen, dass in unserer Klinik nicht bei jedem entdeckten Prostatakarzinom operiert wird. In manchen Fällen reicht ein „aktives Überwachen“ des Tumors mit regelmäßigen Kontrollen aus. Muss behandelt werden, gibt es außer der Operation, die in unserer Klinik neben dem Eingriff mit dem daVinci-System auch über einen Bauchschnitt oder Dammschnitt durchgeführt wird, noch die Möglichkeit der Bestrahlung, der Prostata Spickung (Brachytherapie) oder einer speziellen Ultraschallbehandlung (HIFU).

Die Klinik für Urologie des Ortenau Klinikums hat sich über die Jahre einen herausragenden Ruf erworben. Welche Verfahren und Heilmethoden bieten Sie an?
In unserem Prostatakarzinomzentrum erhalten Patienten umfassende interdisziplinäre Informationen und medizinische Versorgung. Wir legen großen Wert darauf, individuelle und auf jeden Patienten abgestimmte Behandlungskonzepte zu entwickeln. Wir bieten zudem das gesamte Spektrum urologischer Therapieverfahren mit Ausnahme von Nierentransplantationen an. Spezielle Schwerpunkte sind die Inkontinenz-Therapien, die Blasenentfernungen bei Blasenkrebs mit Ersatzblasenbildung sowie sämtliche laparoskopische minimalinvasive Eingriffe an Niere und Nebenniere. Wichtig ist uns auch die Kinderurologie. Die Klinik deckt das gesamte Spektrum urologischer Erkrankungen im Kindesalter ab, mit einer speziell für Eltern eingerichteten, gesonderten Kindersprechstunde. Weitere Spezial-Sprechstunden gibt es beispielsweise für Patienten mit Inkontinenz, Potenzstörungen und Tumorerkrankungen.

  

Dr. Reinhard Groh
Chefarzt
Facharzt für Urologie, Kinderurologie,
Spezielle Urologische Chirurgie

Priv.-Doz. Dr. Jörg Simon
Chefarzt
Facharzt für Urologie,
Spezielle Urologische Chirurgie,
medikamentöse Tumortherapie, Andrologie

 

Kontakt
Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach
Urologie und Kinderurologie

Nominiert für den Klinik Award 2011
Ortenau Gesundheitswelt

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Alle in diesem Online-Magazin enthaltenen allgemeinen Empfehlungen ersetzen nicht den ärztlichen Rat bei individuellen Erkrankungen. Bitte suchen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden immer Ihren Hausarzt oder niedergelassenen Facharzt auf.

 

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