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Qualitativ hochwertige

Patientenversorgung auch in Zukunft

Klinikums vorgelegten Konzepte prüft, dis-

kutiert und die erarbeiteten Ergebnisse ge-

genüber dem Kreistag für eine Beschluss-

fassung empfiehlt. Vier Ziele stehen im

Mittelpunkt der Strategieentwicklung:

Qualitätssicherung:

Das Ortenau Klinikum

will auch in Zukunft Spitzenmedizin an-

bieten und orientiert sich dabei beispiels-

weise an den Universitätskliniken Freiburg

oder Heidelberg. Dies bedeutet eine wei-

tere Spezialisierung und den Ausbau von

Zentren (Beispiel: Schlaganfallzentren).

Personalgewinnung:

Das bundesweite

Unterangebot an Fachkräften im medizi-

nischen und pflegerischen Bereich macht

es Kliniken bundesweit immer schwerer,

qualifiziertes Personal zu finden. Große

Standorte mit breitem Fachklinik- und Wei-

terbildungsangebot werden bevorzugt.

Strukturveränderungen sollen dafür sor-

gen, dass das Ortenau Klinikum weiterhin

ein attraktiver Arbeitgeber ist und die be-

stehenden Arbeitsplätze sichern kann.

Fördermittelsicherung:

Das Land wird

künftig nur noch Fördermittel für Kliniken

geben, die Strukturveränderungen in Rich-

tung Spezialisierung und Zentrenbildung

vornehmen. Investitionen in die Zukunfts-

fähigkeit setzen eine langfristige Planung

voraus.

Wirtschaftliche Stabilität:

Die Umsetzung

der strategischen Konzepte ermöglicht auf

der Basis einer zu erwartenden, deutlichen

Ergebnisverbesserung eine gesicherte Un-

ternehmensführung in öffentlicher Träger-

schaft.

Schrittweise Neuordnung

Mit dem „Modell Landrat“ hat der Kreistag

2017 bereits mittelfristige Strukturverän-

derungen im Klinikverbund beschlossen.

So sind die Standorte Ettenheim, Kehl und

Oberkirch seit 1. Januar 2019 als Portalkli-

niken der Häuser in Lahr, Offenburg und

Achern geführt. Der Standort Gengen-

bach wurde Dezember 2018 als Akutkran-

kenhaus aufgegeben und wird zum

Gesundheitszentrum mit Notfallstandort/

Rettungswache entwickelt. Ab spätestens

2030 beziehungsweise mit Fertigstellung

der dazu erforderlichen Neu- oder Umbau-

maßnahmen wird das Ortenau Klinikum

seine stationären Leistungen an den vier

Krankenhausstandorten in Offenburg, Lahr,

Wolfach und Achern erbringen - das hat

der Kreistag des Ortenaukreises im Juli

2018 mit der „Agenda 2030“ entschieden.

Die Standorte Offenburg und Lahr werden

als Häuser der Maximalversorgung weiter-

entwickelt. In Offenburg und Achern sollen

jeweils Klinikneubauten entstehen. Das

verabschiedete Konzept sieht zudem vor,

dass die derzeitigen weiteren stationären

Standorte in Oberkirch, Kehl und Ettenheim

zu diesem Zeitpunkt als stationäre Stand-

orte aufgegeben und als Gesundheits-

zentren mit Portalfunktion sowie Notarzt/

Notfallstandorte weitergeführt werden.

Damit soll eine optimale Verzahnung von

stationären Klinikangeboten, Notfallversor-

gung und ambulanter Versorgung im Orten-

aukreis erreicht werden.

Eine Strategie für die Zukunft

Eng mit eingebunden in die Entwicklung

und Umsetzung der Strategie ist der Kran-

kenhausausschuss des Ortenaukreises, der

die von der Geschäftsführung des Ortenau

Spezialthema

Zukunftsplanung Ortenau Klinikum:

Um die qualitativ hochwertige, flächendeckende Patientenversorgung im Ortenaukreis

nachhaltig zu sichern, hat das Ortenau Klinikum Anfang 2017 mit der Entwicklung einer Strategie

zur zukünftigen Struktur des Klinikverbundes für die Jahre bis 2030 und darüber hinaus begonnen.

Die „Agenda 2030“ soll die Zukunftsfähigkeit des Ortenau Klinikums, zu dem heute fünf Kliniken

mit neun Standorten gehören, als kommunale Einrichtung sichern.

Christian Keller (l.), Geschäftsführer

des Ortenau Klinikums,

und Landrat Frank Scherer (r)

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ORTENAU

GESUNDHEITSWELT