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Titelthema

Die EndoCert-lnitiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische

Chirurgie (DGOOC) zertifiziert die Klinik für Orthopädie am Ortenau Klinikum in Gen-

genbach seit 2014 als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax).

Für Patienten bedeutet das eine verbesserte Nachweisbarkeit der medizinischen

Qualität. Das Prüfsiegel der höchsten Stufe zeichnet Kliniken aus, die besonders

hohe Qualitätskriterien beim Thema Kunstgelenk erfüllen. Neben erfahrenen Ope-

rateuren und Teams werden hohe Fallzahlen und Medizin auf dem neuesten Stand

der Wissenschaft gewürdigt. Hinzu kommen standardisierte Abläufe nach der Ope-

ration und eine auf die Patientenbedürfnisse abgestimmte Ausstattung mit Perso-

nal und Medizintechnik.

Was ist ein Endoprothetikzentrum

der Maximalversorgung?

„Gelenkersatz ist

ein Routine-Eingriff“

Fragen an Dr. Bruno Schweigert, Chefarzt

der Orthopädie am Ortenau Klinikum

Offenburg-Gengenbach.

Wie kann man Gelenkverschleiß und

damit einer Arthrose vorbeugen?

Eine sinnvolle Form der Prophylaxe ist vor

allem ein gesunder Lebensstil, das heißt:

regelmäßige körperliche Bewegung so-

wie eine gesunde und ausgewogene Er-

nährung, denn einer der gravierendsten

Faktoren bei der Entstehung von Gelen-

karthrosen ist Übergewicht. Wichtig ist es

zudem, bei Verletzungen oder Beschwer-

den der Gelenke schnellstmöglich einen

Arzt zu konsultieren, denn die Schon-

Haltung, die eine beginnende Gelenker-

krankung verursacht, verschlimmert die

Arthrose erheblich und sorgt für Schäden

an anderen Gelenken.

Welche operativen Möglichkeiten gibt

es, um eine Arthrose zu behandeln?

Zunächst einmal ist wichtig anzumerken,

dass ein operativer Eingriff immer die letz-

te Lösung darstellen sollte, denn das ei-

gene Gelenk ist immer am besten. Wenn

der Verschleiß eine Erhaltung des eigenen

Gelenks jedoch unmöglich macht, setzten

wir auf Gelenksersatzprothesen - für spe-

zialisierte Kliniken ist der Gelenkersatz

mittlerweile ein Routine-Eingriff. Dabei

greifen wir auf moderne Werkstoffe wie

etwa Titan und moderne minimalinvasive

Operationstechniken zurück. Titan weist

ein ausgezeichnetes Einbauverhalten auf

und der Patient muss das Bein nicht lan-

ge entlasten. Denn minimalinvasive Ope-

rationstechniken erlauben eine Frühmo-

bilisation. Auch sportliche Betätigung ist

mit künstlichen Gelenken ohne Probleme

möglich.

Dr. Bruno Schweigert

Dr. med. Holger Haas

EndoCert ist das weltweit erste Zertifizierungssystem in der Endoprothetik.

Mit welchem Ziel wurde dieses Zertifizierungssystem entwickelt?

Die Endoprothetik in Deutschland wird bereits auf einem sehr hohen Niveau

angeboten. Doch nur durch ständige Weiterentwicklung werden wir alle besser.

Dieses Bemühen wird durch die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems

unterstützt. Unterzieht man sich dabei einer externen Überwachung, entspricht

dies einer Zertifizierung. Gemeinsam mit dem Endoprothesenregister Deutsch-

land bildet EndoCert eine der beiden Säulen der Qualitätsinitiative unserer

Fachgesellschaft im Bereich der Endoprothetik.

Wie läuft eine Zertifizierung ab?

Die Klinik bearbeitet die von EndoCert im Rahmen eines Expertengremiums auf

wissenschaftlicher Basis formulierten Anforderungen und stellt die Umsetzung

bzw. Zielerreichung dar. In einem Audit wird dann vor Ort geprüft, inwieweit die

Angaben nachvollziehbar sind und die Anforderungen erfüllt werden. Erst wenn

alle dabei festgestellten Abweichungen behoben sind, wird das Zertifikat erteilt.

Wie profitieren Patienten von der Zertifizierung?

Für Patienten ist am erteilten Zertifikat leicht zu erkennen, ob eine Einrichtung

bzw. Klinik die hohen Qualitätsanforderungen von EndoCert erfüllt. Auch wenn

nicht alle Komplikationen vermieden werden können, ist in zertifizierten Häu-

sern zumindest alles dafür getan, Fehler zu vermeiden und mögliche Komplika-

tionen direkt und konsequent zu behandeln.

Kontakt

EndoCert GmbH

Straße des 17. Juni 106–108

10623 Berlin

Tel. 030 340 60 36 30

Fax 030 340 60 36 31

E-Mail:

info@endocert.de

Internet:

www.endocert.de

Fragen an Dr. med. Holger Haas,

Vorsitzender der Zertifizierungskommission

„Die Endoprothetik

in Deutschland wird

auf einem sehr hohen

Niveau angeboten.“

ORTENAU

GESUNDHEITSWELT