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konservative Therapie bei ihrem Hausarzt

behandelt. Andere nehmen die Behand-

lung eines niedergelassenen Facharztes in

Anspruch. Ein Großteil der Patienten stellt

sich allerdings direkt in der Sprechstun-

de von Dr. Schweigert vor. Eine sofortige

Operation ist aus medizinischer Sicht nur

in etwa zehn Prozent der Fälle notwendig

– wenn größere Knochendefekte durch

den Abrieb des Gelenks drohen. Bei der

Mehrheit der Betroffenen ist der Gelenk-

ersatz nicht zwingend erforderlich, kann

die Lebensqualität aber erheblich verbes-

sern. „Das wichtigste Kriterium für meine

Patienten ist der Schmerz und die einge-

schränkte Lebensqualität. Ich versuche auf

keinen Fall zu vermitteln, dass unbedingt

sofort operiert werden muss. Betroffene

müssen für sich entscheiden, wann der

richtige Zeitpunkt für sie ist“, erklärt Dr.

Schweigert.

Konservative Maßnahmen ausschöpfen

Auch wenn eine Arthrose nicht rückgängig

zu machen ist: Durch das richtige Verhalten

können Betroffene in jedem Stadium der

Krankheit sehr viel für sich selbst tun, etwa

durch Gewichtsabnahme und vor allem

Bewegung. „Eine Operation wird dann

notwendig, wenn die konservativen Maß-

nahmen wie Physiotherapie oder lokale

Schmerztherapien ausgeschöpft sind“, be-

tont der Gelenkexperte. Meist ist dies der

Zeitpunkt, an dem die Patienten dauerhaft

unter Schmerzen und einer erkennbaren

Bewegungseinschränkung leiden. Dann

kann durch den Einsatz einer Prothese eine

echte Steigerung der Lebensqualität er-

reicht werden. „Auch sportliche Betätigung

ist problemlos wieder möglich, egal ob

Radfahren, Langlauf, Nordic Walking oder

Schwimmen“, so Dr. Schweigert.

Titelthema

Menschen mit einem künstlichen Gelenk sollten auf sportliche Betätigung nicht ver-

zichten. Trainierte Muskulatur unterstützt die Gelenke und nur so ist die volle Funktio-

nalität gewährleistet. Bei den unterschiedlichen Sportarten gibt es wenige Einschrän-

kungen, jedoch eignen sich einige Sportarten besser als andere: Prinzipiell sollten alle

Sportarten mit zu starker Belastung der großen Gelenke vermieden werden. Dabei

handelt es sich vor allem um die klassischen „Kontaktsportarten“ wie etwa Fußball,

Handball, Basketball oder jene Sportarten, bei welchen das Hüft- und Kniegelenk groß-

en Drehkräften ausgesetzt werden kann, wie etwa beim Ski- oder Snowboardfahren.

Ideale Sportarten sind hingegen Schwimmen, Langlaufen und Radfahren. Auch Nordic

Walking und Yoga sind gute Alternativen, um aktiv zu bleiben.

Tipps zu „Sport mit künstlichem

Hüft- oder Kniegelenk“

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