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Ortenau Gesundheitswelt 6

ORTENAU GESUNDHEITSWELT 41 gere Menschen betroffen sein, zum Beispiel aufgrund einer erhöhten Belastung durch bestimmte, intensiv betriebene Sportarten oder eines Berufes, der körperlich sehr for- dernd ist. Arthrose ist außerdem häufig eine Folge vorangegangener Verletzungen, die die Kniegelenke gewissermaßen vorbelas- ten. Auch die Überlastung der Knie durch zu viel Körpergewicht kann eine Ursache von Arthrose sein“, so Dr. Beeres. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass der Arthrose durch Schonung der Knie und Vermeiden von Bewegung vorgebeugt werden könne. Im Gegenteil: Bewegungsmangel fördert die Arthrose des Gelenks. Schließlich sind unsere Kniegelenke ja für die Bewegung geschaffen. Konservative Therapien ausschöpfen Eine Arthrose ist leider nicht rückgängig zu machen. Ist ein Gelenk betroffen, gilt es, den Schmerzen entgegenzuwirken und die fortschreitende Erkrankung zu verlang- samen. So ist bei Übergewicht in jedem Fall eine Gewichtsabnahme nötig, um die Gelenke zu entlasten. „Die richtige Bewe- gung, und zwar regelmäßig, ist sehr wichtig bei Kniearthrose“, weiß Dr. Beeres und er fügt hinzu: „Eine Operation wird erst in Herr Professor Fink, seit wann gibt es die Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik und was sind deren Ziele? Die Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik wur- de 1996 als gemeinnütziger Verein gegrün- det. Mitglieder sind führende Orthopäden und Unfallchirurgen sowie Wissenschaftler, die sich mit Fragen der Endoprothetik und anderen, gelenkerhaltenden Behandlungs- verfahren beschäftigen. Die Arbeitsgemein- schaft Endoprothetik hat im Wesentlichen zwei Aufgaben. Zum einen die Fort- und Wei- terbildung von Ärzten und OP-Personal. Zum zweiten die Sicherung der Qualität in der en- doprothetischen Patientenversorgung. Wie profitieren Patienten von Ihren medizinischen und wissenschaftlichen Aktivitäten? Letztlich hat alles, was wir tun, einen Ef- fekt auf die gute Versorgung der Patienten – seien es Fortbildungen, Schulungen und Workshops für Ärzte und Pflegepersonal. Oder aber auch unsere Aktivitäten im Hin- Fragen an Prof. Dr. Bernd Fink, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE) Das sagt die Fachgesellschaft blick auf die Qualitätssicherung und –kon- trolle. So unterstützen wir die Einführung des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD). Das Endoprothesenregister sammelt alle relevanten Daten zur Endoprothetik von Hüft- und Kniegelenken in Deutschland, um Patienten mehr Sicherheit und bessere Qualität zu bieten – kurz: Transparenz in der endoprothetischen Versorgung. Ziel ist es stets, die Lebensqualität von Patienten mit Erkrankungen und Verletzungen der Gelenke nachhaltig zu verbessern. Außerdem sind wir an der Etablierung der Endocert-Initiative als Grundlage für die Zertifizierung von En- doprothetikzentren beteiligt. Was raten Sie Patienten, die vor einer Knie-Operation stehen? Wichtig ist natürlich zuerst die Frage: Wel- cher Arzt hat einen guten Ruf? Hier sollte man sich beispielsweise im eigenen Be- kanntenkreis umhören. Außerdem rate ich Patienten, eine Klinik aufzusuchen, in der dieser Eingriff sehr häufig durchgeführt wird, kontakt in der die Ärzte also über hohe Erfahrung verfügen. Dafür lohnt es sich, entsprechende Wege in Kauf zu nehmen. Bei der Wahl des geeigneten Verfahrens und Implantats sind die Empfehlungen von „Dr. Google“ mit Vorsicht zu genießen. Hier sollten Patienten dem Rat ihres Arztes vertrauen, der nach ei- ner intensiven Diagnosephase das optimale Operationsverfahren und das geeignete Im- plantat auswählt. Weitere Informationen unter: www.ae-germany.com Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik AE-Geschäftsstelle Oltmannsstraße 5 79100 Freiburg Telefon: 0761 45 64 76 66 E-Mail: sekretariat@ae-germany.com REPORTAGE Knorpel Gelenkkopf Ober- schenkel Knorpelpartikel Beschädigter Gelenkknorpel Arthrose Gesundes Kniegelenk Arthrose Kniescheibe Gelenkkopf Unter- schenkel

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