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Ortenau Gesundheitswelt 6

30 ORTENAU GESUNDHEITSWELT Sie sind oft so winzig klein wie ein Sandkorn: Gallensteine. Doch die geringe Größe täuscht. Nicht immer sind die kleinen Steinchen harmlos, sie können auch star- ke Schmerzen verursachen. Etwa jeder sechste Deutsche hat Gal- lensteine im Körper, doch nur ein Viertel der Betroffenen entwickelt auch Beschwerden. Wie entstehen Gallensteine überhaupt? Gallensekret Die Leber produziert jeden Tag mehr als einen halben Liter Gallensekret. Direkt unterhalb der Leber liegt die Gallenblase, die 50 Milliliter Flüssigkeit fasst und nur einen Zentimeter lang ist. Wenn wir Nah- rung zu uns nehmen, sorgt das im Darm ausgeschüttete Hormon Cholecystokinin dafür, dass sich die Gallenblase zusammen- zieht und die Galle über den Gallengang (Ductus choledochus) in den Darm fließt. Im Zwölffingerdarm endet der zehn Zen- timeter lange Gallengang. Dort löst das Gallensekret Fette und ermöglicht so deren Aufnahme über die Darmwand. Entstehung Gallenflüssigkeit besteht zu einem Groß- teil aus Wasser, hinzu kommen Choleste- rin, Gallensäuren und der Gallenfarbstoff Bilirubin. „Solange die Stoffe in einem bestimmten Verhältnis in der Gallenflüs- sigkeit enthalten sind, bleiben sie im Was- ser gelöst“, erläutert Dr. Hermann Bauer, Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin am Ortenau Klinikum Kehl und Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hä- matologie, Onkologie und Notfallmedizin. „Doch wenn sich dieses Gleichgewicht verschiebt, bilden sich Kristalle – die Gal- lensteine.“ Es gibt zwei Arten: Cholesterin- steine oder gemischte Steine, die gelblich gefärbt sind und so groß werden können wie eine Kirsche. Sie bestehen zu mehr als 70 Prozent aus Cholesterin und kommen in den westlichen Industrieländern häufig Schmerzhafte Steinchen REPORTAGE©absolutimages–Fotolia.com

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