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Ortenau Gesundheitswelt 6

Darmzentrum Ortenau Das Darmzentrum Ortenau ist ein Zusammenschluss aller an Diagnose und Behandlung des Darmkrebses beteiligten Einrichtungen des Ortenau Klinikums Lahr-Ettenheim, des Ortenau Klinikums Offenburg-Gengenbach, der Medizi- nischen Versorgungszentren Ortenau (MVZ Ortenau), des Medizinischen Versorgungszentrums Offenburg St. Josefs- klink sowie der Onkologischen Schwerpunktpraxis Offen- burg. Es steht unter der Leitung von Prof. Dr. Leonhard Mohr sowie den Standortleitern Dr. Werner Lindemann (Lahr) und Priv.-Doz. Dr. Uwe Pohlen (Offenburg). Ziel des Darmzentrums ist es, Patienten mit bösartigen Er- krankungen des Dickdarms und ihren Vorstufen auf Basis des neuesten klinischen und wissenschaftlichen Wissens zu versorgen. Im Darmzentrum werden die Behandlungs- abläufe aller Patienten in einer gemeinsamen, interdiszip- linären Tumorkonferenz festgelegt. Somit ist für jeden Pa- tienten eine individuelle Behandlung auf höchstem Niveau sichergestellt. 2008 bekam das Darmzentrum des Ortenau Klinikums von der Zertifizierungsstelle „OnkoZert“ die Aus- zeichnung „Darmzentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft“. Weitere Informationen unter www.darmzentrum-ortenau.de Darmzentrum Ortenau info Onkologisches Zentrum Ortenau (OZO) Die Behandlung einer Krebserkrankung ist heute stets ganzheitlich und interdisziplinär ausgerichtet. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde bereits 1993 der On- kologische Schwerpunkt Ortenau (OSP) gegründet – ein zertifiziertes und mehrfach rezertifiziertes Netzwerk von stationären und ambulanten Versorgungseinrichtungen. Im Jahr 2010 genehmigten sowohl die Deutsche als auch die Baden-Württembergische Krebsgesellschaft den vom OSP gestellten Antrag, ein Onkologisches Zentrum Ortenau (OZO) zu etablieren – beide Krebsgesellschaften haben es zertifiziert und damit die hohe Qualität der Arbeit des OZO bestätigt. Das Onkologische Zentrum Ortenau basiert auf der engen Kooperation zwischen dem Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach und dem Ortenau Klinikum Lahr- Ettenheim. Ziel der Zusammenarbeit aller in die Krebsbe- handlung eingebundenen Fachdisziplinen ist die Versor- gung der Patienten auf internationalem Niveau. Weitere Informationen unter www.onkologisches-zentrum-ortenau.de Onkologisches info REPORTAGE Herr Professor Mohr, viele Menschen scheuen vor einer Darmspiegelung zurück. Gibt es einen Grund für solche Skepsis? Nein. Die Darmspiegelung ist derzeit das genaueste Verfahren, um Darmkrebs zu diagnostizieren. Erst bei einer Darmspiege- lung können wir den Darm genau einsehen, schon während der Untersuchung Gewe- beproben entnehmen und gefährliche Po- lypen gleich entfernen. Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, Stuhlproben der Patienten beispielsweise auf Blut zu untersuchen. Doch diese Methoden können eine Koloskopie nur ergänzen, keinesfalls ersetzen. Auf was wird untersucht, worauf achten Sie? Bei einer Darmspiegelung schauen wir uns ganz besonders die Darmschleimhaut an. Wichtig ist beispielsweise, ob diese ent- nachgefragt Fragen an Prof. Dr. Leonhard Mohr (links), Leiter des Darmzentrums Ortenau, und Dr. Andreas Jakob (rechts), Leiter des Onkologischen Zentrums Ortenau zündet ist, ob Polypen oder Darmdiverti- kel vorhanden sind. Polypen entfernen wir sofort mit einer kleinen Zange oder einer Elektroschlinge – auch das spürt der Patient nicht. Außerdem können wir an auffälligen Stellen schon während der Darmspiegelung Gewebeproben entnehmen, die später un- ter dem Mikroskop untersucht werden. In den meisten Fällen ist dann kein weiterer Eingriff notwendig. Herr Dr. Jakob, Sie leiten das Onkolo- gische Zentrum Ortenau – was genau er- wartet die Patienten dort? Wir sind ein Zusammenschluss der onkolo- gisch tätigen Fachkliniken im Ortenaukreis und von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Unser gemeinsames Ziel ist die ganzheitlicheBetreuungvonKrebspatienten. Das beginnt mit der multidisziplinären Dia- gnostik, und auch bei Therapie und Nachbe- handlung arbeiten Kollegen aus allen medi- zinischen Disziplinen zusammen. Außerdem helfen wir bei Folgeerkrankungen, bieten psychosoziale und psychoonkologische Be- treuung und auch spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Wie wird Darmkrebs behandelt? Ein bösartiger Tumor im Darm sowie die den Tumor umgebenden Lymphknoten müssen entfernt werden, das erreichen wir nur mit einer Operation. Erfolgt sie im Frühstadium der Krebserkrankung, liegen die Heilungs- chancen bei 90 Prozent. Bei dem Eingriff wird ein Teil des Darms entfernt. Wie viel das ist, hängt davon ab, wie stark der Krebs bereits gewachsen ist. Viele Patienten ha- ben Angst, dass sie nach einer solchen Operation einen künstlichen Darmausgang bekommen. Das ist jedoch nur bei einem Drittel aller Fälle notwendig. Zusätzlich zur Operation können auch eine Chemo- oder eine Strahlentherapie sinnvoll sein, um den Krebs zu bekämpfen. kontakt Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim Darmzentrum Ortenau Prof. Dr. Leonhard Mohr Klostenstraße 19 77933 Lahr Tel. 07821 93-2400 E-Mail: Leonhard.Mohr@le.ortenau-klinikum.de www.darmzentrum-ortenau.de Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach Onkologisches Zentrum Ortenau Dr. Andreas Jakob Weingartenstraße 70 77654 Offenburg Tel. 0781 472-2501 E-Mail: haematologie@og.ortenau-klinikum.de www.onkologisches-zentrum-ortenau.de ORTENAU GESUNDHEITSWELT 13

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