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Ortenau Gesundheitswelt 6

Was harmlos anfängt, kann böse enden. Denn aus einem harm- losen, gutartigen Darmpolypen kann ein gefährlicher Tumor entste- hen, wenn die Geschwulst zu lange unentdeckt bleibt. Jedes Jahr erkranken etwa 70.000 Menschen in Deutschland neu am soge- nannten kolorektalen Karzinom. Darmkrebs ist damit die zweithäu- figste Krebsart in Deutschland. 10 ORTENAU GESUNDHEITSWELT Besonders tückisch: „Darmkrebs verurs- acht in einem frühen Stadium keine oder nur geringe Beschwerden. Häufig befin- det sich lediglich etwas Blut im Stuhl, das nicht immer mit bloßem Auge zu erken- nen ist“, so Prof. Dr. Leonhard Mohr, Lei- ter des Darmzentrums Ortenau. Deshalb ist eine gezielte und umfassende Vorsorge besonders wichtig. Die Ortenau Gesund- heitswelt erläutert, wie Sie Darmkrebs vor- beugen und auch allgemein etwas für Ihre Darmgesundheit tun können. Darmspiegelung Sie sind 55 Jahre oder älter? Dann wird es höchste Zeit, einmal eine Darmspiegelung machen zu lassen – sie gilt als die wichtigste Methode zur Früherkennung von Darm- krebs. Der Gastroenterologe untersucht dabei den Darm mit Hilfe eines Endos- kops, eines schlauchartigen Instruments mit Mini-Kamera. Schmerzfreie Untersuchung Was passiert bei einer Koloskopie? Ab dem Nachmittag vor der eigentlichen Untersuchung müssen die Patienten eine Darmspüllösung trinken, um ihren Darm zu entleeren – so kann er besser unter- sucht werden. Während der Darmspiege- lung selbst erhält der Patient in der Regel eine leichte Narkose; damit verläuft die etwa 20- bis 30-minütige Untersuchung schmerzfrei. Dazu führt der Arzt einen etwa fingerdicken, flexiblen Schlauch, das Endoskop, über den After in den Darm ein. Das Endoskop hat mehrere Kanäle – so kann der Arzt nicht nur Bilder vom Inneren des Darms machen, sondern auch Instrumente einführen, mit denen er zum Beispiel Polypen entfernt und Gewebepro- ben entnimmt. Ist der Befund unauffällig, folgt die nächste Vorsorge, abhängig vom persönlichen Risiko, erst wieder einige Jahre später. Eine Darmspiegelung erfolgt fast immer ambulant, der Patient kann also unmittelbar nach der Untersuchung die Klinik wieder verlassen. Darmkrebswirksam vorbeugen! REPORTAGE©drubig-photo–Fotolia.com

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